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Christoph Bangert: War Porn / hello camel


3. März bis 28. April 2018

 

Warum fühlen wir alle uns von Bildern des Elends anderer angezogen? Produzieren Fotojournalisten Kriegs-Pornografie? Christoph Bangert arbeitete lange Jahre als Fotograf in Krisengebieten. Dabei versuchte er einerseits, Geschehnisse getreu seiner Wahrnehmung abzubilden, andererseits musste er dies mit diversen Schichten der Selbstzensur vereinbaren. Bangert wagte in seinem Buch „War Porn“ das Experiment, die Selbstzensur einmal völlig auszuschalten: Er versammelt unveröffentlichte Fotografien aus Afghanistan, dem Irak, Libanon und Gaza. Das Ergebnis ist ein rohes, intensives, kontroverses und schockierendes Buch. Er wirft damit einen anderen Blick auf die Krisen und Kriege unserer Zeit. In seinem Werk „hello camel“ setzt er sich mit der Absurdität des Krieges auseinander. Es ist eine Dokumentation des menschlichen Bestrebens, im Angesicht von Gewalt und Chaos so etwas wie Normalität zu schaffen.

 

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