ausstellung | wuppertal

Driss Ouadahi

 

bis 6. Mai 2018

 

Nach dem Beginn eines Architekturstudiums in Algier wechselte Driss Ouadahi zur Kunsthochschule in Algier und später zur Kunstakademie Düsseldorf, wo er bei Michael Buthe sein Studium als Meisterschüler abschloss. Geprägt vom Licht seiner Heimat – wie seine frühe Farbfeldmalerei deutlich macht – wurde die Architektur der globalen Moderne für ihn zu einem zentralen Thema seiner Malerei. In den Hochhaussiedlungen, viele von ihnen als ewige Rohbauten im Stadtbild der europäischen wie nordafrikanischen Metropolen präsent, findet er spannungsvolle Kontraste. Er arbeitet mit Verinnerlichung und konzentriert sich auf das, was Erinnerung konstituiert: die Farben und das Licht. Seine Malerei ist realistisch, aber das technisch komplexe Malverfahren transzendiert das Sujet. Die Ausstellung zeigt neben den Architekturansichten auch seine jüngst entstandene Werkgruppe „Fences“ – ausschnitthafte Nahaufnahmen von Maschendrahtzäunen, die unter dem Eindruck der Flüchtlingsbewegung eine neue Interpretation erfahren.

 

Beispielhaft integriert die Ausstellung Positionen von internationalen Künstlerkollegen, mit denen Driss Ouadahi im direkten oder indirekten Austausch steht. Auch sie gehen mit unterschiedlichen Mitteln und Medien dem Themenkomplex von Migration, Kolonialisierung, Ab- und Ausgrenzung und Identität nach.

     

www.von-der-heydt-kunsthalle.de

 

© Foto Startseite:

Mona Hatoum, Paravent, 2008 Sammlung Sander/The Sander Collection

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Driss Ouadahi, To the ground, 2007, 175 x 220 cm, Öl auf Leinwand, Nadour Collection, Düsseldorf/Paris

  • Driss Ouadahi, Césure, 2016 180 x 220 cm, Öl auf Leinwand