ausstellung | wolfsburg

NEVER ENDING STORIES


bis 18. Februar 2018

 

Das Kreisen in geschlossenen Systemen spannt sich vom altägyptischen Ouroboros – der Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt – bis zu zeitgenössischen Multimedia-Installationen und kennzeichnet in der menschlichen Psyche zugleich Trance, Traum und Trauma.

 

Der eigens für die Ausstellung entwickelte Architekturparcours ermöglicht in 14 Kapiteln neben zahlreichen mentalen Rotationen auch räumlich-körperliche Erfahrungen des Loops. Großzügige Black Boxes mit Videoloops von Salla Tykkä, Rodney Graham oder Omer Fast treffen auf immersive Rauminstallationen von Douglas Gordon, Ragnar Kjartansson oder Bruce Nauman. Yayoi Kusamas trancehafte Lichtunendlichkeit kann auf vier mal vier Metern und Gregor Schneiders ultimativer Raumloop „Bad“ auf mehr als 500 Quadratmetern erlebt werden.

 

Am Ende der Ausstellung schließt sich ein letztes Mal ein Kreis im Kreis im Kreis … Sandra Filics Sound- und Plattenspielerinstallation „Loop“ lässt immerfort das Knistern, Rauschen und Knacken der Auslaufrille einer Schallplatte hören, medienhistorische Nostalgie und zugleich Leerlauf in Permanenz und Reinkultur: Die Endlosigkeit der letzten Schallplattenrille ist nur ein kleines Signal und doch zugleich das große Finale, wo Form und Inhalt in eins fallen.

 

www.kunstmuseum-wolfsburg.de

 

© Werk Startseite:

Bruce Nauman, DOUBLE POKE IN THE EYE II, 1985, Neonröhren auf Aluminiumkasten, 61 x 91 x 25 cm, Ed. 7/40 + 8 AP © Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: Stefan Altenburger, Zürich

 

© Werk Rubrik Ausstellungen:

Max Beckmann, CAFÉ-INTERIEUR MIT SPIELSPIEGEL, 1949, Öl auf Leinwand, 61 x 46 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: Ursula Edelmann

  • Yayoi Kusama INFINITY MIRRORED ROOM - THE SOULS OF MILLIONS OF LIGHT YEARS AWAY 2013 Sammlung HGN © Yayoi Kusama. Courtesy of David Zwirner, New York; Ota Fine Arts, Tokyo / Singapore; Victoria Miro, London; YAYOI KUSAMA Inc.