ausstellung | siegen

Niele Toroni


2. Juli bis 15. Oktober 2017

 

Im Anschluss an die Preisverleihung werden die Werke des Schweizer Konzeptkünstlers bis zum 15. Oktober 2017 im Museum für Gegenwartskunst Siegen zu sehen sein.

 

„Man kann jeden Tag auf’s Neue den Ozean ansehen, aber das absolut selbe Meer ist es nie“, erwiderte Niele Toroni 2015 in einem Interview mit dem New Yorker Swiss Institute, als man ihn fragte, wieso er in seiner Kunst immer wieder das Gleiche tue. In regelmäßigen Abständen von 30 Zentimetern setzt der Künstler seit Jahrzehnten Abdrücke eines Pinsels Nr. 50 auf die unterschiedlichsten Oberflächen. Mit Zirkel und Wasserwaage misst Toroni den genauen Punkt für jeden einzelnen Farbabdruck ab. Leinwände und Wachstücher trifft es genauso wie Mauern und Fenster – lediglich die gewählte Farbe kann variieren. Und doch unterscheiden sich die Farbspuren, jeder Abdruck ist damit einzigartig. 

 

Niele Toroni sieht den Pinselstrich nicht als Ausdruck emotionaler oder gedanklicher Regungen. Schon 1967 demonstrierte er mit seiner Künstlergruppe BMPT (Buren, Mosset, Parmentier, Toroni) gegen das Prinzip der Botschaft in der Kunst. Die Gruppe wendete sich gegen die herrschenden malerischen Strömungen und distanzierte sich davon, mit ihrer Kunst etwas aussagen zu wollen. Vielmehr ging es den Vertretern der Gruppe um die künstlerische Idee an sich. Für seine Schau im MGK Siegen hat sich Toroni auf die Ausstellungsräume eingelassen und die Wände genauso bedeckt wie abseitige Stellen.

 

www.mgk-siegen.de

 

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Niele Toroni, Impronte di pennello n. 50 a intervalli di 30 cm "Un intervento pittorico per Palladio", 2012 Ausstellungsansicht 2012 Villa Pisani Bonetti, Bagnolo di Lonigo © Associazione Culturale Villa Pisani Contemporary Art and A arte Invernizzi Milano, Photo: Bruno Bari

 

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Niele Toroni, 2010 in der De11 Lijnen Fondation in Oudenburg, Belgien © Niele Toroni

  • Niele Toroni malt in der Kunsthalle Basel: “Impronte di pennello n. 50 ripetute a intervalli regolari di 30 cm (per Harry)”, 2007. © Kunsthalle Basel, 2007. Photo: Stefan Meier