ausstellung | köln

Rassendiagnose: Zigeuner


bis 8. Okotber 2017

 

von der Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Der menschenverachtenden Perspektive der Täter werden Zeugnisse der Opfer gegenübergestellt. Historische Familienfotos von Sinti und Roma geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen und lassen sie als Individuen hervortreten. Die Ausstellung macht die zerstörten Lebenswege hinter den abstrakten Dokumenten der bürokratisch organisierten Vernichtung sichtbar.

 

Behandelt wird auch die Geschichte der Überlebenden im Nachkriegsdeutschland, die erst spät als NS-Opfer anerkannt wurden. Es war die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma, die die ideologischen und personellen Kontinuitäten aus der Zeit des „Dritten Reiches“ zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Debatte gemacht hatte. Am Ende der Ausstellung steht ein Ausblick auf die Menschenrechtssituation der Sinti-und-Roma-Minderheiten in Europa nach 1989.

 

www.museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum

 

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Angehörige der Sinti-Familie Bamberger, 1930er-Jahre. Margarete Bamberger (links vorne) wurde später nach Auschwitz deportiert. Max Bamberger (ganz rechts) wurde auf der Flucht in Jugoslawien kurz vor Kriegsende Opfer eines Massakers. Copyright: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

 

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Sonja und Senta Birkenfelder, aufgenommen im Getto Radom Copyright: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma