ausstellung | herford

Die Realität… ist absurder als jeder Film


bis 10. Juni 2019

 

Es ist sicher kein Zufall, dass Motive des (Aus-)Wanderns und der Migration gerade im Schaffen von Künstlern mit israelischen Wurzeln auftauchen. Yael Bartana, Guy Ben-Ner, Keren Cytter, Omer Fast und Roee Rosen beleuchten mit je einem opulenten Videofilm und begleitenden Bildwerken höchst unterschiedliche Lebenswelten, deren Faszinationskraft man sich kaum entziehen kann. Voller Fabulierlust wird von religiösen Kultorten, vom Kampf gegen Staub, vom allgegenwärtigen Kriegslärm und absurder Sinnsuche erzählt.

 

Mit untergründigem Witz und großer Geste thematisieren diese Künstler die Brüchigkeit der gesellschaftlichen Ordnung, ihre innere und äußere Bedrohung, die kaum überschaubare Vielstimmigkeit und die Energien des Aufbruchs – Motive, die zwar eng mit der israelischen Geschichte in Beziehung stehen, die aber auch den Zustand eines Europas im tiefgreifenden Wandel charakterisieren.

 

www.marta-herford.de

  • Omer Fast, The Invisible Hand, 2018, Virtual Reality-Film in 3D, Sound, 12.30 Min., Beauftragt vom Guangdong Times Museum, China, 2018, Foto: Vega Fang
  • Roee Rosen, The Dust Chanel, 2016, Video, Sound, 23 Min., Galleria Riccardo Crespi, Milan
  • Cytter Keren, Video Still aus “Middle of Beyond”, 2017, HD Video, Farbe 86 Min.
  • Cytter Keren, Title TBC, 2018, Kugelschreiber auf Papier, 139 x 56 cm, Courtesy of the artist and Pilar Corrias, London