05.09.2017

Freunde treffen sich – Revisited


bis 19. November 2017

 

Als junge Kunststudenten lernten sich Manfred Boecker, Rainer Gross und Wolfgang Niedecken dort kennen. Über ihr gemeinsames Interesse an Kunst und Musik entstand eine enge Freundschaft, die auf den Werdegang der drei jungen Menschen großen Einfluss nehmen sollte. Zum ersten Mal werden in dieser Ausstellung die gemeinsamen künstlerischen Anfänge in den 70er-Jahren beleuchtet und ihre Reichweite bis in die Gegenwart weiterverfolgt.

 

Während sich Manfred Boecker und Wolfgang Niedecken Ende der 70er-Jahre immer mehr der Musik zuwandten und schließlich 1979 das erste Album der Rockband BAP erschien, blieb der 1974 nach New York übergesiedelte Rainer Gross als Einziger der drei bis heute der Malerei treu.

 

Das breite Spektrum der Werke vom Fotorealismus über Assemblage, Collage und object trouvée bis zur Abstraktion spiegelt die permanente selbstkritische Auseinandersetzung der jungen Maler mit der zeitgenössischen Kunst des Post Pop. Vorbilder finden sich in der Düsseldorfer Spielart des „Kapitalistischen Realismus“ wie in Dada, Fluxus und Konzeptkunst. Dabei sorgt die subversive Kraft des Humors für eine sehr eigenwillige Bildsprache, deren Verortung in der Kölner Kunstszene der 70er- und frühen 80er-Jahre maßgeblich erscheint.

 

www.villa-zanders.de

 

© Foto Startseite:

Rainer Gross, Louisville Slugger, 1976-77, Acryl auf Leinwand, 244 x 244 cm

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Wolfgang Niedecken und Manfred Boecker, Corrected Mondrian, 1973, Buntstift, Isolierband, Collage, 79 x 58 cm, © VG BILD-KUNST Bonn, 2017

  • Rainer Gross, 4711, 2010 Öl und Pigmente auf Leinwand 116 x 183 cm Kölnisches Stadtmuseum
  • Manfred Boecker, Familie Boecker im Schnee, 1972 Öl auf Lw., 74 x 74 cm