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Pluriversum


15. September 2017 bis 7. Januar 2018

 

Anlässlich seines 85. Geburtstags präsentiert das Museum Folkwang eine umfassende Ausstellung, die den Kern seines multimedialen Werkes sichtbar macht.

 

Kluge knüpft Zusammenhänge und erforscht durch sie, was den Menschen zum Menschen macht, worin sein Eigensinn und seine Unterscheidungsfähigkeit liegen, inwiefern Geschichte und Geschichten in uns lagern, welche gefühlten und welche tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten wir haben und warum unsere Lebenszeit eine Währung ist.

 

Aus Bildern, Texten und Objekten bildet Alexander Kluge immer neue Konstellationen, deren Sinn oder Widersinn maßgeblich durch die Montage entsteht. In deren Zwischenräumen lässt Kluge die Fantasie des Zuschauers und Zuhörers keimen. Zentral sind für Kluge die Verbindungen zwischen Emotion und Verstand, unablässig spürt er das Theoretische im Alltäglichen auf und vermischt „Facts & Fakes“.

 

Eigens für die Ausstellung sind zahlreiche neue Filme entstanden, so die 5-Kanal-Projektion Pluriversum, die um die Filmgeschichte kreist. Zum ersten Mal gewährt Kluge zudem Einblicke in sein umfangreiches Archiv kurzer Filmsequenzen, aus dem er für neue Filme schöpft.

 

Die Präsentation widmet sich Kluges Kernthemen wie der Lebenszeit, dem Zirkus oder dem Cross Mapping. Biografische Besonderheiten und unwahrscheinliche Zufälle stehen dabei immer wieder neben umfassenden Themen wie dem Universum, der Evolution, der Liebe, dem Krieg und anderen Katastrophen.

 

www.museum-folkwang.de

 

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Alexander Kluge

Alfred Edel, Lieblingsschauspieler von Alexander Kluge und Christoph Schlingensief als Galaktischer Kämpfer im Abgrund der Sterne, gemalt von Margrit Sickert, 2017 Filmstill © Kairos Film

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Alexander Kluge

Die Bürde der Vernunft, 2017, Aus: Napoleon Fragment Filmstill © Kairos Film

  • Alexander Kluge Homo Volans, 2017 Aus: Arbeit, Anti-Arbeit, Industrie 4.0 Filmstill, 25 Minuten © Kairos Film