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Pas de deux

 

bis 19. August 2019

 

„Pas de deux“ ist die Kooperation zweier Museen, dem Kolumba und dem Römisch-Germanischen Museum, die sich aus der gemeinsamen Verantwortung für die archäologische Zone von Kolumba ableitet. Die Ausstellung führt durch die Jahrtausende und thematisiert ein Nebeneinander von heidnisch-antiken Mythen, Symbolen, Themen und Gesellschaftsstrukturen in der christlichen Welt. Sie erreicht eine Präzision visueller Dialoge, die existenzielle Themen ansprechen. Zwei Eingriffe verändern die Präsentation im zweiten Jahr „Pas de deux“: Der Kölner Maler Heiner Binding (*1958) reagiert im Nordturm mit seiner Malerei auf die monumentale Reihung antiker Grabsteine; das große Podest mit römischer Töpferware ist um eine Vielzahl alltäglicher Gefäße der Werk- und Formensammlung von Kolumba ergänzt. Bereichert durch die hochkarätigen Leihgaben einer Schweizer Privatsammlung, versteht sich das „Pas de deux“ als kulturpolitisches Statement: Es soll gezeigt werden, wie sinnvoll es ist, wenn die Opulenz der Kölner Sammlungen als Ergebnis einer Teamleistung im Miteinander zur Entfaltung kommt und dass es in den Museen – wie in allen Fragen der Kultur – nicht um Mittelmaß gehen kann. Wie keine zweite deutsche Großstadt besitzt Köln eine seit der Römerzeit ungebrochene Tradition, die in den hochkarätigen Beständen ihrer Museen erlebbar ist. Archäologie, Kunst und Kultur sind bis heute Synonym städtischer Identität.

 

www.kolumba.de

  • Anna & Bernhard Blume Vasenekstase 1987, Großfotoserie, 10-teilig Keramisches Geschirr 1.-4. Jh. n. Chr. Kannen 20. Jh., Werk- und Formensammlung Foto: Lothar Schnepf, Köln © Kolumba, Köln
  • Medusa Wallraf Maske der Gorgo Medusa, kleinasiatischer Marmor, um 137, Fundort: Rom Foto: Lothar Schnepf, Köln © Kolumba, Köln
  • Gallienus ca. 253-268, Mamor, Privats. , Venuskopf 2. Jh., parischer Marmor, Fundort: Köln, Tiberius 14-37, Mamor, Privats. , Jannis Kounellis Tragedia Civile (Bürgerliche Tragödie), 1975, Rauminstallation Foto: Lothar Schnepf, Köln © Kolumba, Köln