ausstellung | köln

Japans Meisterwerke der Holzarchitektur

 

08. März bis 25. Mai 2019

 

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde für den Bau von Gebäuden fast ausschließlich Holz verwendet, angefangen bei profanen Wohnhäusern über Tempel und Schreine bis hin zu den Palästen der kaiserlichen Familie. Sie alle zeichnen sich durch eine sorgfältige Auswahl der verwendeten Hölzer, handwerkliche Präzisionsarbeit und wohlgeplante Konstruktionsweisen aus.

 

Im Jahr 2014 haben sich der Architekturhistoriker Fujimori Terunobu, der Fotograf Fujitsuka Mitsumasa sowie Koshihara Mikio, Professor an der University of Tokyo Institute of Industrial Science, auf die Spurensuche begeben und ihre Ergebnisse in einem Bildband veröffentlicht: „Nihon mokuzô isan: sennen no kenchiku o tabi suru“ (Sekai Bunka Publishing Inc., 2014; engl. Ausgabe „Japan’s Wooden Heritage, A Journey Through a Thousand Years of Architecture“). Aus dieser Publikation ist eine Fotoausstellung entstanden, die zunächst im Fujifilm Photo Salon in Tokyo und dem Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin gezeigt wurde und nun in Köln zu sehen ist.

 

Die Schau gewährt mit über 90 Fotografien Einblick in die Geschichte der japanischen Holzarchitektur und stellt nicht nur weithin bekannte, sondern auch weniger bekannte Bauwerke vor, die aus verschiedenen Zeiten stammen und über das ganze Land verteilt sind. In Gesamtansichten und Detailaufnahmen wird eine Vielfalt an Gebäudeformen vorgestellt, die den Betrachter zu einer Reise durch 1.000 Jahre Architekturgeschichte einlädt. Die Bandbreite reicht von buddhistischen Tempeln und shintôistischen Schreinen über ein Theater, Wohnhäuser, ein Teehaus, Villen, Burgen und Residenzen bis hin zu Brückenkonstruktionen.

 

Alle Aufnahmen stammen von dem Fotografen Mitsumasa Fujitsuka (*1939). Für sein Gesamtwerk wurde Fujitsuka mit einem Sonderpreis des renommierten „2017 Mainichi Design Award“ ausgezeichnet.

 

www.jki.de

  • Ôtaki-Schrein, Fukui © Fujitsuka Mitsumasa
  • Tempelhalle Nageire-dô, Tottori © Fujitsuka Mitsumasa