ausstellung | frankfurt am main

Geheimnis der Materie


bis 13. Oktober 2019

 

Die Ausstellung spürt den Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzskulptur im Schaffen von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Erich Heckel (1883–1970) und Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) nach. Die beiden unterschiedlichen künstlerischen Medien verbindet das Material Holz, das aufs Engste mit der Kunst des deutschen Expressionismus verknüpft ist. Für die drei Mitbegründer der Künstlergruppe „Brücke“ begann die Auseinandersetzung mit diesem natürlichen Werkstoff über den Holzschnitt – ein druckgrafisches Verfahren, bei dem die Darstellung wie ein Relief in eine meist dünne Holzplatte geschnitten wird. Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff reizte das große experimentelle Potenzial dieser Drucktechnik genauso wie die Arbeit mit dem Material. Die Beschäftigung mit den Eigenheiten der unterschiedlichen Holzarten und den Möglichkeiten der Technik zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke der drei Künstler. Zudem beschäftigten sie sich als einzige Vertreter der „Brücke“ intensiv und über einen längeren Zeitraum hinweg mit der Holzbildhauerei.

 

In der Ausstellung vereint das Städel Museum 98 Holzschnitte, 12 Skulpturen und 5 Druckstöcke. Ein Großteil der Werke stammt aus eigenem Bestand, aus der Sammlung Carl Hagemann, punktuell ergänzt durch Leihgaben.

    

www.staedelmuseum.de

  • Ausstellungsansicht "Geheimnis der Materie. Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff" Foto: Städel Museum
  • Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) Tattersall, 1909 Farbholzschnitt von drei Stöcken auf Velinpapier 375 × 344 mm (Druckstock) Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum
  • Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) Kämpfe (Qualen der Liebe) Aus der Holzschnittfolge Peter Schlemihl nach Adelbert von Chamisso, 1915 Farbholzschnitt von zwei, teils zersägten Stöcken auf Löschpapier 336 × 214 mm (Druckstock) Städel Museum, Frankfurt am M