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Bestandsaufnahme Gurlitt


bis 11. März 2018

 

Die in einen historischen Gesamtkontext eingebetteten Präsentationen basieren auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“ und sind inhaltlich eng aufeinander abgestimmt. Während die Berner Schau sich mit rund 200 Exponaten auf die Aktion „Entartete Kunst“ konzentriert, widmet sich die Ausstellung in Bonn vor allem jenen Werken, die in enger Verbindung mit dem NS-Kunstraub stehen sowie den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen Künstler, Sammler und Kunsthändler.

 

Die Bundeskunsthalle präsentiert rund 250 Werke, von denen die meisten NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden oder deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Im Verlauf des Ausstellungsrundgangs werden die komplexen Mechanismen der NS-Kulturpolitik sowie des strategisch organisierten NS-Kunstraubs offengelegt. Gleichzeitig wird der ambivalente Werdegang Hildebrand Gurlitts thematisiert und den Biografien Betroffener gegenübergestellt. Der Blick richtet sich zudem auf die unmittelbare Nachkriegszeit und den heutigen Umgang mit teils noch immer ungeklärten Fragen, die sich auf Restitution und Verantwortung beziehen, auf den Stellenwert von institutionalisierter Provenienzforschung und auf ein generelles Bewusstsein für die komplexen Zusammenhänge und Widersprüche auf diesem Gebiet.

    

www.bundeskunsthalle.de

 

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Edgar Degas (1834–1917), Studie für  „Zwei Tänzerinnen in Gelb“ O. J. Farbkreide und Kohle auf grünem Velinpapier 31,2 × 48 cm, Legat Cornelius Gurlitt 2014, Provenienz in Abklärung

 

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Shungyosai Ryukoku, Hyakunin Isshu, Bijinga (Junge Frau an einem Tisch sitzend, hinter ihr eine Frau mit einem Buch in den Händen) Frühes 19. Jhd. Farbholzschnitt auf Japanpapier 38,2 × 25,4 cm  Legat Cornelius Gurlitt 2014,  Provenienz in Abklärung

  • Otto Griebel (1895–1972) Die Verschleierte 1926 Gouache auf Velinpapier 41,6 × 34,3 cm, Legat Cornelius Gurlitt 2014 / Provenienz in Abklärung
  • Ferdinand Waldmüller (1793–1865) Bildnis zweier Frauen 1831 Öl auf Leinwand, doubliert 95,5 × 75,5 cm Legat Cornelius Gurlitt 2014, Provenienz in Abklärung