ausstellung | kleve

John Akomfrah


bis 07. September 2020

 

Das Museum Kurhaus Kleve präsentiert den Künstler und Filmemacher John Akomfrah (*1957 in Ghana, lebt und arbeitet in London) mit seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland. Seine Arbeiten zeichnen sich durch bildmächtige Recherchen zum Postkolonialismus und zu den Erfahrungen im Umfeld globaler Migration aus. Dabei gelingen ihm komplexe simultane Erzählstrukturen, die jenseits von Schuldzuweisungen kollektive Erinnerungen befragen und in der schichtweisen Überblendung von Archivmaterial, eigenen Aufnahmen, Naturpanoramen und Sound besondere Wahrnehmungsintensitäten erzeugen. Als Gründungsmitglied des „Black Audio Film Collective“ (seit 1982 in London) entwickelte Akomfrah seine Film- und Präsentationsästhetik von frühen „Single-Channel-Projektionen“ hin zu aufwendigen Mehrkanalarbeiten, wie die auf der Biennale Venedig 2019 gezeigte Drei-Kanal-Projektion „Four Nocturnes“ einen Bilderstrom voll Melancholie und zugleich betörender Schönheit vor Augen führt.

 

Die Ausstellung wird sich auf den 6-Kanal-Film „Purple“ (2017) konzentrieren, der eine Vielzahl verschiedener Erzählstränge miteinander verknüpft. Der Film ist eine Collage aus ökologischen und philosophischen Aspekten dar, die unter anderem Biotechnologie, steigende Meeresspiegel und künstliche Intelligenz thematisieren. Der Film wurde in zehn verschiedenen Ländern gedreht und bezieht neues Material wie auch Archivbilder mit ein. Mit starken Bildern wird der menschliche Einfluss auf die Umwelt in mehr als 60 Minuten vorgeführt.

    

www.museumkurhaus.de

  • © Smoking Dogs Films; Courtesy Lisson Gallery
  • © Smoking Dogs Films; Courtesy Lisson Gallery
  • © Smoking Dogs Films; Courtesy Lisson Gallery