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Wüste – Meer – Schöpfermythen


bis 4. März 2018

 

Hierbei ist die Kunst nicht nur eine wichtige Ausdrucksform, sondern ermöglicht auch politischen Einfluss und wirtschaftliche Selbständigkeit. Seit vielen Jahren organisieren sich Aborigines in sogenannten community-based Art Centres und nutzen Malerei und Skulptur, um ihr kulturelles Erbe zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

Das Rautenstrauch-Joest-Museum stellt in Kooperation mit der Freiburger Galerie ARTKELCH Werke von zwei führenden Künstlerkooperativen einander gegenüber: dem Spinifex Arts Project aus der Great Victoria Desert in Westaustralien und dem Buku-Larrngay-Mulka Centre der Yolnu im nordöstlich am Meer gelegenen Arnhemland. Während in der Wüste die moderne Malereibewegung der Aborigines erst Anfang der 1970er-Jahre begann, gehört Kunst aus dem Arnhemland zu den frühen indigenen Kunstformen Australiens. Bereits in den 1950er-Jahren wurde der Kunst der Yolnu durch Museumsausstellungen eine der westlichen Kunst gleichwertige Kunsttradition attestiert.

 

Inhaltlich am zentralen Thema der Schöpfungsmythen der „Traumzeit“ orientiert verbindet die beiden Künstlergemeinschaften in der Wüste und am Meer die Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, dem Spirituellen mit dem Säkularen, den Menschen und ihrem Land. Stilistisch dagegen könnte die Kunst aus beiden Regionen Australiens gegensätzlicher nicht sein.

 

Zum ersten Mal widmet das Rautenstrauch-Joest-Museum der zeitgenössischen Kunst australischer Aborigines eine eigene Ausstellung.

    

museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum

 

© Foto Startseite:

Lawrence Pennington, Nyuman, Acryl auf Leinen, 75 x 60 cm © Spinifex Arts Project | ARTKELCH, 2017

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Nawurapu Wununmurra, zwei Mokuy, natürliche Erdpigmente auf Holz, 111 und 104 cm © Buku-Larrngay Mulka | ARTKELCH, 2016

  • Frauengemeinschaftswerk Minyma Tjuta Ngura, Acryl auf Leinen, 230 x 200 cm © Spinifex Arts Project | ARTKELCH, 2016