ausstellung | münster

Wu Tsang


bis 1. Okotber 2017

 

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland hat Wu Tsang in der Kunsthalle Münster eine Rauminszenierung aus bestehenden und neuen Werkkomplexen entwickelt, darunter skulpturale und filmische Arbeiten, die sich aufeinander beziehen und dennoch ganz unterschiedlich mit den Ausstellungsbesuchern interagieren.

 

Wu Tsang erzählt Geschichten, in denen sich Historie, Mythos, Gegenwart und Visionen einer nahen Zukunft zu magischen Bildern verweben. Die Sprache ist das Medium zwischenmenschlicher Kontaktaufnahme, Verständigung und Beziehung. In ihr äußern sich Gedanken, Gefühle und das, was uns durch die Sinne unmittelbar gegeben ist. Aber entspricht die Sprache überhaupt dem, was wir oder andere uns sagen wollen? Welche Rolle spielt Sprache in einer internetbasierten Welt, in der das Gesagte knapp, klar und eindeutig sein muss, in der das Gesicht ein immer wichtigeres Medium menschlicher Kommunikation wird, und in der sich individuelle Stimmungen kulturübergreifend über global vereinheitlichte Emoticons mitteilen?

 

Der in Los Angeles lebenden Künstlerin ist es ein Anliegen, die Sprache spürbar an ihre sinnliche Ausdruckskraft zurückzubinden und darüber die Leerstelle der Beziehung des Selbst zum Anderen zu verstehen. Hierfür überführt sie die Sprache anderer Körper in die Bewegung des eigenen Körpers – eine Methode der Übertragung, die Missverständnisse und Fehlinterpretationen zulässt. Zahlreiche Projekte von Wu Tsang sind in enger Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Poeten und Theoretiker Fred Moten entstanden.

    

www.kunsthalle.muenster.de

 

© Foto Startseite:

Wu Tsang, "We hold where study", 2017. 2-Channel Video (Production Still) Courtesy the artist and Glerie Isabella Bortolozzi, Berlin Work commisioned by curator Nadja Argyropoulou for Polyeco Art Initiative

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Wu Tsang: "Shape of a Right Statement" (2008, HD Video, Farbe und Ton, 5'15 Min.) Istallationsansicht "Not in my language", Ausstellung Migros Museum Zürich, 22.11.2014-8.2.2015 Courtesy the Artist / Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Foto: Stefan Altenburger