ausstellung | essen

Unheimlich real

 

bis 13. Januar 2019

 

Herausragende Werke wichtiger Protagonisten wie Felice Casorati, Antonio Donghi und Ubaldo Oppi sind ebenso in der Schau vertreten wie die einflussreichen Gemälde von Giorgio de Chirico und Carlo Carrà.

 

Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges kehren europaweit sowie in den USA viele Künstler zu einer realistischen Darstellung zurück und wenden sich zunehmend vom Expressionismus ab. Die Darstellung der Realität ist in Italien von besonderer Intensität: Anknüpfend an die metaphysische Malerei von Giorgio de Chirico und den im Pariser Neoklassizismus ausgerufenen „rappel à l‘ordre“, also die Rückkehr zur Ordnung, lassen die Maler auf ihren Gemälden die Zeit stillstehen. Sie fügen ihren realistischen Darstellungen eine traumhafte, unheimliche, mitunter verstörende Anmutung hinzu. Unter der glatten Oberfläche lauert stets der Abgrund, hinter dem Vertrauten lauert das Unheimliche. Der vom Kunsthistoriker Franz Roh 1925 geprägte Begriff „Magischer Realismus“ beschreibt eine rätselhafte Atmosphäre, in welcher die Dinge in der Schwebe bleiben.

 

Die Ausstellung bringt erstmalig in Deutschland die wichtigen Werke dieser Kunstbewegung zusammen und eröffnet damit auch eine Diskussion über ein bisher hierzulande nur wenig bekanntes Kapitel der europäischen Kunstgeschichte.

  

www.museum-folkwang.de

 

© Foto Startseite:

Cesare Sofianopulo, Maschere, 1930, Masken, Öl auf Leinwand, 77,5 x 103 cm Museo Revoltella © Nicola Eccher

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Antonio Donghi, Donna al caffè, 1931, Frau im Café, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm, Fondazione Musei Civici di Venezia, Galleria Internazionale d‘Arte Moderna di Ca‘ Pesaro © Archivio Fotografico – Fondazione Musei Civici di Venezia, Foto: Franzini C.

  • Daphne Maugham Casorati La colazione, 1929 Das Frühstück Öl auf Leinwand, 121 x 100 cm Privatsammlung © Artifigurative di Alberto Rodella, Crespellano (BO)