ausstellung | hannover

Florentina Pakosta

 

bis 13. Januar 2019

 

Von Beginn ihres Studiums an ist ihr Werk politisch und gesellschaftlich engagiert und reagiert vor allem auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstszene. Sie widmet sich nach Milieustudien der menschlichen Physiognomie und Körpersprache als Ausdruck von geschlechtercodiertem Machtverhalten. In surrealistischer Manier kombiniert sie die Physiognomien mit Schraubstöcken, Sägen, Messern oder Klobrillen, verformt Lippen zu Vogelschnäbeln oder lässt Fäuste aus der Nase wachsen. Seit den 1990er-Jahren arbeitet sie an abstrakten Kompositionen, die sich meist auf drei Farben reduzieren (trikolore Bilder). Diese oft bis an die Schmerzgrenze reichenden Farbkombinationen und Balkenkompositionen zeichnen auch jenseits der anekdotischen Erzählung ein Bild von schmerzlich-destruktiven Entwicklungen und Aggressionspotenzialen unserer Zeit.

 

Parallel zu ihrem bildkünstlerischen Werk hat sich Florentina Pakosta immer wieder auch publizistisch mit Kurzgeschichten und zum Teil bissig-humorvollen Texten mit scharfem feministischem Unterton zu Wort gemeldet. Es die erste Ausstellung von Florentina Pakosta in Deutschland.

      

www.sprengel-museum.de

 

© Foto Startseite:

Florentina Pakosta, Revolverkopf, 1979, Albertina, Wien © Bildrecht, Wien, 2018

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Florentina Pakosta, Aufstrebende Hand, 1980, Kreide Albertina, Wien © Bildrecht, Wien, 2018

  • Florentina Pakosta Bewegungsablauf in Zusammenhang mit der Zahl 13 (1/2) 1994 Acryl auf Leinwand Albertina, Wien © Bildrecht, Wien, 2018