ausstellung | leverkusen

Liebes Ding – Object Love

 

bis 01. Juni 2020

 

Warum streben wir nach Dingen? Wie gehen wir mit Dingen um? Was bedeuten sie für uns? Und was sind die Konsequenzen unserer Liebe zu den Dingen? Mit der Entwicklung neuer Technologien und dem Aufstieg der Konsumgesellschaft vervielfältigte sich die Anzahl der Dinge. Sie sind überall, dienen als Werkzeuge oder fungieren als Erweiterungen des Körpers. Menschen binden sich sowohl physisch als auch emotional eng an Dinge. Wir berühren sie, sie unterstützen und schmeicheln uns, wir schätzen und verehren sie, lieben und hassen sie.

 

Mit diesem Streben nach immer mehr beutet der Mensch die Erde aus, benötigt immer mehr Ressourcen und produziert Berge und schwimmende Inseln von Abfall. Was wir konsumieren, ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir geraten in neue Abhängigkeiten und definieren uns vorrangig über unseren Besitz.

 

Die beteiligten Künstler wie Kathrin Ahäuser, Anton Cotteleer, Danielle Dean, Ni Haifeng, Superflex oder Erwin Wurm setzen sich aus ihrer Perspektive mit diesen aktuellen Entwicklungen auseinander. In Fotografien und Videos zeigen sie die Verstrickungen von Menschen und Dingen, lassen Menschen ebenso zu Wort kommen wie die Dinge selbst, die ihre Geschichten erzählen. Mit einem mehr oder weniger kritischen Unterton transformieren sie Objekte und fügen sie zu Assemblagen und Installationen.

 

www.museum-morsbroich.de

  • Min Oh ABA, 2016 HD-Video, 12:24 Min. Courtesy die Künstlerin; © Min Oh
  • Ni Haifeng Self-Portrait as Part of the Porcelain Export History, 1999–2001, Lambda-Print (siebenteilige Fotoserie), gerahmt je 85 x 72 cm Museum De Domijnen, Collection Sittard-Geelen (NL); © Ni Haifeng
  • Melanie Bonajo Furniture Bondage (Janneke), 2007, C-print, 149 x 120 cm Courtesy die Künstlerin und AKINCI; © Melanie Bonajo
  • Vika Mitrichenko Grandmother’s Treasures, 2004, Porzellan, 60 x 40 x 50 cm Sammlung Niederländisches Außenministerium; © Vika Mitrichenko