ausstellung | herford

Revolution in Rotgelbblau

 

bis 4. Februar 2018

 

Im Schatten des Ersten Weltkriegs und zwei Jahre vor Gründung des staatlichen Bauhauses in Weimar stellten sich in den Niederlanden die Weichen für eine ästhetische Revolution: Unter Leitung Theo van Doesburgs gründete 1917 eine kleine Gruppe von Künstlern, Architekten, Gestaltern und Theoretikern die Zeitschrift „De Stijl“ („Der Stil“). Geprägt von dem großen technischen und gesellschaftlichen Wandel des urbanen Lebens loteten sie die Beziehung zwischen Kunst und Leben neu aus. Abstraktion und die Konzentration auf die Grundfarben sowie auf wenige klare Formen wurden dabei zu den zentralen Richtlinien erklärt.

 

Die Ausstellung rückt das Schaffen des Architekten und Designers Gerrit Rietveld in den Mittelpunkt, der neben Piet Mondrian zu den Schlüsselfiguren der De-Stijl-Gruppe zählt. Mit rund 140 Exponaten aus dem Centraal Museum Utrecht reist ein großer Teil der weltweit umfangreichsten Rietveld-Sammlung ins Marta Herford. Ferner thematisieren Fotografien, Malerei, Performance sowie großformatige Installationen und Videos internationaler Künstler, die eigens für die Ausstellung beauftragt wurden, in der Reflexion einen faszinierenden Aufbruch, der ein ganzes Jahrhundert nachhaltig veränderte.

      

www.marta-herford.de

 

© Foto Startseite:

Adrian Tirtiaux, Too big to fail, A joint venture, 2007, Holz, Maße variable

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Christoph Büchel, Ohne Titel / Untitled, 1994/2004, Rietveld Stuhl (Rot-Blauer Stuhl), zwei Ledergürtel (lose), 84 x 60 x 88 cm, Sammlung A.R., Zürich

  • Gerrit Rietveld, Strandwagen, 1922/23, Buche, Sperrholz, Metall, 58 × 125 × 65 cm, Centraal Museum Utrecht, Niederlande, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Adriaan van Dam