ausstellung | mönchengladbach

LAURIE PARSONS

 

bis 8. September 2019

 

Die amerikanische Künstlerin Laurie Parsons (*1959, Mount Kisco/New York) wurde in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren durch einige Ausstellungen präsent und verschwand dann aus der Kunstwelt mit der entschlossenen Geste einer Hinwendung zu einem Engagement für etwas anderes. Ein bedeutendes Konvolut von Arbeiten entstand 1987. Es war 1988 in der New Yorker Lorence-Monk Gallery und 1989 in der Kölner Galerie Rolf Ricke ausgestellt und wurde anschließend als komplette Ausstellung von einer deutschen Privatsammlung erworben. Kürzlich wurde es wiederentdeckt und erworben von Gaby und Wilhelm Schürmann. Es sind Fundstücke, die zumeist aus der Umgebung von Parsons Atelier in New Jersey stammen – aus dem Müll von Straßen, Natur- und Industriebrachen. „A body of work“ beruft sich auf Parsons’ Begrifflichkeit in einer titellosen Ausstellung, die interessanterweise nicht das Wort Installation enthielt. Dessen Vermeidung ist vermutlich ein Schlüssel für das Verständnis ihrer Haltung. Gezeigt wurde der Status der Fundstücke als ebensolche. Als Dinge von der Straße, jedes einzeln, wertvoll in seiner Herkunft und stark in seiner Präsenz, „so stark wie ein Kunstwerk“ (L. Parsons).

      

www.museum-abteiberg.de

  • Ausstellungsansicht Foto: Wilhelm Schürmann
  • Charcoal, charcoal, stone, leaves, wood, metal, plastic, 1987 Photo: Laurie Parsons
  • Branches, wood, 1987 Photo: Laurie Parsons