ausstellung | düsseldorf

Ruinen der Gegenwart


bis 1. Oktober 2017

 

Weltweite politische Instabilität und medial omnipräsente Bilder der Zerstörung liefern uns Ruinen quasi frei Haus. Anders als in der klassischen Betrachtung der Ruine, der gedankenverlorenen Meditation über eine ferne Vergangenheit, steht heute die Frage nach ihren konkreten Ursachen im Vordergrund. Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung Ruinen der Gegenwart thematisieren, wie Ruinen zu Indikatoren politischer, wirtschaftlicher oder ökologischer Prozesse werden und zu ästhetischen Spekulationen über die Zukunft anregen.

 

Einst standen Ruinen für Vergänglichkeit schlechthin. Sie versinnbildlichten den Kreislauf, in dem sich die Natur alles, was ihr der Mensch abgerungen hat, schließlich zurückholt. Diderot beschrieb 1767 exemplarisch: „Ruinen erwecken in mir erhabene Ideen. Alles wird zunichte, alles verfällt, alles vergeht. Nur die Welt bleibt bestehen, nur die Zeit dauert fort.“

     

www.kaistrasse10.de

 

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Clemens Botho Goldbach & Gordon Matta-Clark Ruinen der Gegenwart / Contemporary Ruins KAI 10 | Arthena Foundation 2017 Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf Courtesy der Künstler / the artist & Courtesy Privatsammlung / private collection © VG-Bildkunst Bonn 2017 für / for Gordon Matta-Clark Co

 

© Foto Rubrik Ausstellungen:

Ryuji Miyamoto San-no-miya, Kobe, After the Earthquake, 1995; 100 x 80 cm Silbergelatine Druck, gerahmt / gelatin silver print, framed Courtesy Galerie Klüster, München / Munich

  • Clemens Botho Goldbach Installationsansicht Kunsthalle Wilhelmshaven, 2010/11 290 x 430 x 250 cm Kunsthalle Wilhelmshaven, Baustahlmatte Q 188a (600 x 230 cm), Estrich-Beton, Gehwegplatten, Putz- u. Mauermörtel, Feldbrandsteine aus dem Rückbau