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KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.


bis 24. Februar 2019

 

Die Ereignisse, die heute unter der Chiffre „68“ zusammengefasst werden, markieren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Mit Protesten gegen die starren Verhältnisse fordern junge Menschen – in Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA oder Italien – die bürgerliche Demokratie heraus. Politik, Wohnen, Sprache, Kunst, Kultur, Sexualleben und Musik: All dies steht auf dem Prüfstand und wird nachhaltig beeinflusst.

 

Das Kölnische Stadtmuseum präsentiert mit der Sonderausstellung erstmals die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968. Die gemeinsam mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln kuratierte Jubiläumsschau begibt sich auf eine spannende Spurensuche.

 

So entdeckt die Kölner Protestbewegung ihr Sprachrohr auch in der Kunst. Ob XSCREEN, Heinrich Böll, Rolf Dieter Brinkmann, Wolf Vostell, Joseph Beuys oder Mary Bauermeister, ob der „Neumarkt der Künste“ oder die Ausstellung „Happening & Fluxus“: Die Kölner Kunstszene dieser Zeit ist in Bewegung und Aufruhr – und sie provoziert.

 

Eindrucksvolle Originalobjekte, Filmausschnitte und Zeitzeugeninterviews erzählen von einer Zeit des Aufbruchs, von Konflikten, neuen Protestformen, sich wandelnden Moralvorstellungen, provokanter Kunst und Musik – und zeigen eine Stadt im Ringen mit sich selbst.

      

www.koelnisches-stadtmuseum.de

  • Jimi Hendrix kam im Januar 1969 zu einem Konzert nach Köln und schrieb im studio dumont unzählige Autogramme (Privatarchiv Dorothee Joachim / Foto: Jens Hagen)
  • Während der KVB-Demo 1966, auch Regenschirmdemonstration genannt, kam es zu Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten (Privatarchiv Kurt Holl / Foto: Alfred Koch)
  • Konzertplakat der Kölner Politrock-Band Floh de Cologne (Kölnisches Stadtmuseum / Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln)