ausstellung | bonn

Wetterbericht


bis 4. März 2018

 

Erst aus 30 Jahren Wettergeschehen lässt sich ein Klimazustand ablesen. Die Ausstellung fragt, inwiefern kurzfristige Wetterereignisse und längerfristige klimatische Veränderungen Einfluss auf die Natur, menschliche Zivilisation und Kultur haben. Wetter und Klima sind auf der Erde allumfassend und unentrinnbar – niemand kann sagen: „Das gefällt mir nicht und deshalb nehme ich daran nicht teil.“ Sie sind gesellschaftlich allein deshalb in höchstem Maße relevant, da wir andauernd von ihnen betroffen und zum Teil sogar bedroht sind. Das subjektive Verhältnis des Menschen zu der ihn umgebenden Lufthülle, der „Laune der Luft“, dem „Atem Gottes“ ist seit jeher Thema künstlerischer Äußerung, Kommentierung oder Beschwörung in allen Kulturen, gleichgültig ob klimatisch begünstigt oder benachteiligt.

 

Neben der kulturellen Perspektive auf das Wetter und seine künstlerische Rezeption spielen auch die wissenschaftliche Erfassung von Wetter- und Klimadaten, die Geschichte der Meteorologie, das Problem der Vorhersage sowie aktuelle Aspekte der globalen Klimaveränderungen eine Rolle. Der Klimawandel ist spätestens seit den 1980er-Jahren Teil unseres kollektiven Bewusstseins und trotz wissenschaftlicher Forschung und politischen Bemühens ist das Problem weit davon entfernt, gelöst zu sein. Nach zahlreichen Klimakonferenzen und angesichts einer Unzahl an Interessengruppen ist es dem Laien beinahe unmöglich, sich ein objektives Bild zu machen. Als Thema ist der Klimawandel im gesamten Verlauf präsent. Die Ausstellung fragt, inwiefern kurzfristige Wetterereignisse und längerfristige klimatische Veränderungen Einfluss auf die Natur, menschliche Zivilisation und Kultur haben. Sie nähert sich dem aktuellen Thema interdisziplinär und zeigt künstlerische, kulturgeschichtliche und naturwissenschaftliche Exponate aus aller Welt. Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum in München und seiner Zweigstelle in Bonn.

    

www.bundeskunsthalle.de

 

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Pieter Hugo, Green Point Common, Cape Town, aus der Serie „Kin” 2006-2013, 2013 Fotografie, C-Print © Pieter Hugo courtesy | PRISKA PASQUER, Köln

 

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Gabriel Loppé Der Eiffelturm wird  vom Blitz getroffen 1902 Fotografie © bpk RMN - Grand Palais / Gabriel Loppé

  • Regina Virserius Dernier Jour. Insomnia 2015 Fotografie © Regina Virserius
  • Kreuzförmige Sonnenuhr 1619 Kupferlegierung, vergoldet monogrammiert HD Kunsthistorisches Museum, Wien © KHM-Museumsverband