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Comics! Mangas! Graphic Novels!


bis 10. September 2017

 

Der moderne Comic ist eine amerikanische Erfindung und das erste Bildmassenmedium der Kulturgeschichte. Er tauchte kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts in New York auf und entwickelte sich binnen weniger Jahre zu einer verbindenden Volkskultur. Zur ersten populären Figur wurde ab 1896 „The Yellow Kid“, die die Ausstellung in Bonn auch eröffnet.

 

In sechs Abteilungen zeichnet die Schau die Entwicklung des Comics nach: von seinen Anfängen als zunächst komische Unterhaltung in den farbigen Sonntagsbeilagen der New Yorker Tagespresse und bald auch täglich erscheinenden „strips“ bis hin zu heutigen Phänomenen wie dem Manga und der Graphic Novel. Anfangs noch als Kunst geschätzt, wurde der Comic mit dem Aufkommen der Hefte und Superhelden („Superman“, ab 1938) zum „trivialen“ Massenprodukt für Kids und unterlag schließlich mit dem Comics Code, der 1954 in den USA in Kraft trat, den strikten Einschränkungen durch den Jugendschutz.

 

Die Befreiung vom Image des „Blasenfutters für Analphabeten“ läuteten erst Robert Crumb 1968 mit seinem Underground-Heft „Zap Comix“ und Will Eisner mit seiner ersten Graphic Novel „Ein Vertrag mit Gott“ (1978) ein. Heute präsentiert sich der Comic wieder als eine vitale und kreative Ausdrucksform, deren Formenreichtum und Vielgestaltigkeit die Ausstellung mit ausgewählten Werken von Künstlern wie Crumb, Eisner, Moebius, Jacques Tardi, Enki Bilal, Lorenzo Mattotti oder Chris Ware dokumentiert. Je eine eigene Abteilung widmet sich speziell der Entwicklungsgeschichte des Comics in Europa mit Originalseiten von „Tim und Struppi“ bis „Asterix“ sowie dem Manga, der in den 1990er Jahren auch außerhalb Japans seinen Weg zu einer neuen, inzwischen weltweit verbreiteten Jugendkultur antrat.

    

www.bundeskunsthalle.de

 

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Ausstellungsansicht Foto: Simon Vogel © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

 

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Isabel Kreitz (geb. 1967) Haarmann, Seite 115, 2010 © Isabel Kreitz

 

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