ausstellung | düsseldorf

Aljoscha


bis 17. September 2017

 

Auf Basis von Acrylfarbe, Silikon, Acrylglas und einem fragilen Gerüst aus Draht schafft Aljoscha fremdartige Organismen, die über Zeit und Raum erhaben sind.

 

Der Ausstellungstitel „The Gates of the Sun and the Land of Dreams” zitiert eine Passage aus Homers Odyssee – jenen Moment, als Hermes die Verstorbenen durch das Sonnentor, vorbei am Land der Träume, in den Hades führt. Dieser erhoffte Eintritt ins Elysium dient Aljoscha als Allegorie für die menschlichen Urwünsche nach Schönheit, Sorglosigkeit und Glückseligkeit. „Paradise Engineering“ nennt er den Vorgang, wenn er neue Lebens- und Daseinsformen sowohl im künstlerischen als auch philosophischen Kontext auslotet.

 

In ihrer organischen Struktur und amorphen Beschaffenheit täuschen Aljoschas Plastiken äußerliche Merkmale von natürlichen Organismen vor. Sie erinnern an Mikroorganismen, etwa an die Molekülstrukturen von Pilzen, Bakterien, Algen oder anderen Vielzellern. Dennoch sind sie kein Abbild der natürlichen Realität, sondern stellen noch nicht existierende Lebewesen dar. In Aljoschas Kunstpraxis vereinen sich Vorstellungen von der Erschaffung zukünftiger Lebensformen und Visionen aktueller biologischer Forschungen der Synthetischen Biologie.

 

www.schloss-benrath.de

 

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© Aljoscha, The Gates of the Sun and Land of Dreams, Ausstellungsansicht Museum Schloss Benrath

  • © Aljoscha, The Gates of the Sun and Land of Dreams, Ausstellungsansicht Museum Schloss Benrath