ausstellung | köln

Fast Fashion


bis 24. Februar 2019

 

Die Ausstellung wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie und will dazu anregen, sich engagiert mit dem Thema Mode-Konsum und seinen sozialen und ökologischen Folgen zu beschäftigen.

 

Die Ausstellung bringt Fast und Slow Fashion zusammen. Der vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zusammengestellte erste Teil des Ausstellungsparcours gliedert den Themenkomplex Fast Fashion in mehrere Stationen:

„Fashion & Victims“ stellt die Welten der Textilarbeiter in den Billiglohnländern und die Welt der Schnäppchenjäger unserer Überflussgesellschaft vor. „Global & Lokal“ zeigt die Herstellungsschritte für ein Produkt und die Kette der Länder, die daran beteiligt sind. „Mangel & Überfluss“ folgt der Spur unserer abgelegten Mode auf die Altkleidermärkte Haitis und Afrikas. „Lohn & Gewinn“ beleuchtet die Diskrepanz von Mindestlohn und Existenzlohn und die prekäre Situation der Textilarbeiter beispielsweise in der Türkei, in Bulgarien und Marokko. „Chemikalien & ökologischer Fußabdruck“ informiert darüber, was wir auf der Haut tragen: Kleidung, die unter Einsatz von Chemikalien und lebensgefährlichen Pestiziden hergestellt wird.

 

Der zweite Teil der Ausstellung zum Themenkomplex Slow Fashion ist aus den Sammlungsobjekten des Rautenstrauch-Joest-Museums zusammengestellt: Es geht um Mode, die Tradition und Gegenwart textilen Gestaltens ausgewählter Herkunftsregionen repräsentiert, zugleich um alternative Materialien und umweltschonende Herstellungsprozesse.

 

Die Ausstellung stellt auch neun zeitgenössische künstlerische Positionen unterschiedlicher Genres vor, die sich kritisch mit Fast Fashion und ihren Folgen auseinandersetzen. Auf diese Weise ergänzen sich wissenschaftliche Recherchen, dokumentarisches Material und künstlerische Reflexion. Es werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Film- und Videokunst gezeigt.

 

www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum

  • Tim Mitchell, Clothing Recycled © Tim Mitchell 2005
  • Atun, Mitarbeiterin der Batikmanufaktur Haryani Winotosastro in Yogyakarta, Zentraljava, trägt nach dem ersten Färben erneut Wachs auf
  • Key Visual © RJM 2018