Hrsg. von Heinz Liesbrock, mit einem Text von Christoph Ribbat

Claus Goedicke

 

Frontal und auf den unterschiedlichsten Hintergründen arrangiert, bringt der Künstler Alltagsgegenstände jeglicher Art zur Erscheinung und Anschauung: Seine farbigen Bilder „sachlich“ zu nennen, wäre eine schlichte Untertreibung, denn sie sind viel sinnlicher als alles, was wir aus der Schule der eher „kühlen“ Sachfotografie kennen.

 

Für seine fotografische Bestandsaufnahme hat Claus Goedicke, ehemaliger Meisterschüler bei Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie, die jeweiligen Objekte aus ihrem natürlichen Kontext befreit und stellt sie nun dem Betrachter in sachlich-klaren und zugleich rätselhaft anmutenden Einzelportraits vor. Es gibt darunter Dinge, die stellvertretend für eine Kategorie stehen könnten (Hammer für Werkzeug, Brot für Essen, zwei Ringe für die Ehe), aber auch individuelle, intime Dinge wie das Gebiss oder der Schlüsselbund, die sich konkret auf einen bestimmten Träger oder Besitzer beziehen.

 

So gelingt es dem Künstler, ein Werk zu präsentieren, welches den Grundgedanken von Achtsamkeit und Kontemplation ebenso trägt wie eine sympathische Prise Humor: Mitten in der Sammlung von Alltagsdingen, zwischen Nägeln, Öl und Pflaster, zeigt er uns ein Bild von einem Foto an der Wand: „Onkel Alfred“.

   

Gebunden, 160 Seiten

ISBN: 978-3-8296-0799-5 | € 49,80

Verlag: Schirmer/Mosel

www.schirmer-mosel.com

  • Cover © Schirmer/Mosel Verlag