Quentin Mouron

Notre-Dame-de-la-Merci

 

Erzählt wird die Geschichte von Odette, Jean und Daniel, von Kokain, Liebe und Gewalt; von drei Menschen, die, getrieben vom Verlangen nach dem Glück der anderen, sich selbst abhanden kommen. Wir sehen nur Verlierer, die schreien. Und die Nacht, die sie zerbricht.

 

Notre-Dame-de-la-Merci heißt das Dorf im Norden Kanadas, Schauplatz einer menschlichen Tragödie, wie sie nur die Provinz zu schreiben vermag. Schnee ist hier immer schmutzig, die Herzen verdorrt, vertrocknet. Daniel, der Kleine in zu groß geratenem Körper, liebt Odette. Odette, Koksdealerin und magische Schönheit, liebt Jean. Jean, lokaler Möchtegern-Gangster, liebt nichts und niemanden. Mit dem Selbstmord von Jeans Vater am traurigen Seil beginnt der Reigen einer Suche nach Glück in einer Welt, die vor Ungerechtigkeit schreit. Jede noch so liebevoll gemeinte Bewegung endet in Gewalt.

 

Quentin Mourons Sprache ist hart, kantig und weit entfernt davon, gefallen zu wollen. Sie macht süchtig. Sie schafft es, im Angesicht von Aggression, verratener Liebe und sozialer Depression das magere Pflänzchen Zärtlichkeit am Leben zu erhalten.

   

Gebunden, 96 Seiten

ISBN: 978-3-03762-058-8 | € 24,-

Verlag: bilgerverlag

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