april 2010 | stadtzauber fragt

Monatsfrage

Je besser wir Menschen uns kennen bzw. je näher wir uns sind, desto vorsichtiger müssen wir miteinander umgehen. Wie stehen Sie dazu?

„Nein, eigentlich nicht. Je besser man sich
in der Freundschaft kennt, desto weniger
muss ich den anderen mit Samthandschuhen
anfassen. Für mich ist diese Einstellung
sogar ein Zeichen, dass der andere mir sehr
nahe und wichtig ist.”

„Klar, man muss mehr
aufpassen und bestimmt auch
mehr Kompromisse eingehen,
damit man sich in der Beziehung
vorsichtig bewegt.”

„Nein, das glaube ich nicht.
Sondern je näher mir ein
Mensch ist, desto eher kann ich
mit ihm Tacheles reden.”

„Nein, mein Verhalten
gegenüber Menschen
definiere ich nicht nach Nähe
und Distanz, sondern
versuche hier dem Menschen
gleich zu begegnen.”

„Ja, auf jeden Fall. Wir haben
mehr Verantwortung und man
will wesentlich rücksichtsvoller
miteinander umgehen.”

„Ja, sicherlich ist die These richtig.
Doch besonders ein langes Zeitfenster
kann dazu beitragen, dass man nicht
vorsichtig miteinander umgeht und die
schönste Beziehung unter der „Gewohnheit“
leidet und man die Anwesenheit des anderen
als selbstverständlich wahrnimmt.”

„Je näher man sich dem anderen
glaubt, desto näher muss
man sich auch selber sein.”

„Ja, man weiß doch viel besser
um die Schwächen des anderen
und will nicht ständig ins
Fettnäpfchen treten.”

„Ja, besonders weil einen
die Angst begleitet, das
„Geschaffene“ zu zerstören.”

„Ja, es geht immer um den
Respekt voreinander und die
gegenseitige Achtung. Schon
kleine Verletzungen können sich
potenzieren und irgendwann zu
einem großen Problem werden.”

„Ja, man möchte die
Verlässlichkeit und das
bestehende Vertrauen schützen.”

„Ich denke schon,
da man weiß, wo der andere
verwundbar ist.”

„Ja, wichtig ist es, auch wenn
man sich gut kennt, immer eine
Grundsensibilität beizubehalten,
weil man sich so auch gegenseitig
kritisieren darf.”

„Ja, ich möchte den anderen
nicht verletzen und durch ein
falsches Verhalten meinerseits
verlieren.”

„Ja, weil ich den anderen nicht
enttäuschen möchte.”

„Sicherlich, man kennt die Schwächen
des anderen und muss entsprechend
vorsichtig mit diesen umgehen.”

„Ich differenziere nicht in der Enge des
Kontaktes, sondern versuche generell höflich
und achtsam mit Menschen umzugehen.”

„Ja, weil ich selbstverständlich keine
anderen Menschen verletzen will.
Bei mir versteht es sich aber auch von
selber, da ich Menschen, die ich näher
kenne besonders wertschätze und
somit nicht Gefahr laufe sie zu verletzen.”

© Maurice Cox

„Ja, generell gilt für mich
aber, dass ich im Umgang mit
Menschen immer versuche
mein Bestes zu geben.”