okt 2011 | stadtzauber fragt

Monatsfrage

Welche positiven bzw. negativen Eigenschaften kommen
Ihnen in den Sinn, wenn Sie an Ihre Eltern denken,
welche Erfahrungen oder Wahrnehmungen ?

„Ich bin mit der Einstellung groß geworden,
dass man heiratet und dann erst Kinder
bekommt und man dann gemeinsam
durch „dick und dünn“ geht. Das finde ich
bis heute großartig und versuche das
auch an meine Kinder weiter zu geben."

„Bei meiner Mutter habe ich positiv wahrgenommen,
dass sie zielstrebig und ehrgeizig war. Was ich eher
schwierig fand, war, dass ich nicht mit ihr diskutieren konnte.
Sie hat mich bei manchen Themen einfach verhungern lassen."

„Meine Mutter konnte sehr stark andere kritisieren,
aber Kritik an ihrer Person nie verstehen. Bei meinem Vater
hab ich geliebt, dass er wunderbar zuhören konnte."

„Mein Vater war immer sehr ungeduldig
und hat mir nicht die Zeit gegeben,
die ich für manche Dinge gebraucht habe.
Er hat sehr viel gearbeitet und seine Interessen
immer hinten angestellt. Erst kam die Famile,
ihr hat er jede freie Minute geschenkt."

„Es gab immer die gleichen Sätze, mit denen ich unter Druck
gesetzt wurde: „Solange du deine Füße unter unseren Tisch
stellst…“ oder besonders gemein war: „Wenn du das machen
würdest, würdest du mich sehr enttäuschen“."

„Sehr schön dagegen war, dass wir selbst erdachte Geschichten
erzählt bekommen haben, ich hab diese Geschichten geliebt."

„Ich habe alle Freiheiten für meine gewünschte
persönliche Lebensausrichtung bekommen.
Allerdings legten sie genausoviel Wert auf die
Einhaltung des Jugendschutzgesetzes."

„Das Thema, das sie sehr gluckenhaft waren,
hat mich immer gestört, aber ansonsten
habe ich in allem immer Ihre Unterstützung erhalten."

„Meine Eltern waren extrem autoritär,
so dass ich sofort, als ich 18 Jahre alt war,
ausgezogen bin."

„Meine Mutter ist immer verläßlich und unser Vater ist ein sehr offener Typ. Allerdings haben wir seine Unpünktlicheit immer als extrem schrecklich empfunden und es war einfach unverschämt wie ignorant er sich in diesem Thema verhalten hat."

„Ein anderer „Klassiker“ ist es, anzurufen und als erstes zu sagen: „Meldest du dich auch mal!“ Total blöd, sie haben doch auch unsere Telefonnummer und können sich melden."

„Meine Eltern waren ausgesprochen
zuverlässig und hatten eine starke Strenge
im Umgang mit mir. Heute stelle ich fest,
dass sich diese Eigenschaften auch in meiner
Persönlichkeit widerspiegeln."

„Ich fand es schade, dass ich mit meinem Vater kein Fußball spielen konnte. Meine Mutter ist immer lustig, mit ihr kann man viel lachen."

„Meine Mutter ist ein Glucke und mein Vater
ist extrem offen, er spricht einfach jeden an und
ist prima locker drauf, das finde ich ausgesprochen gut.
Allerdings gibt es auch Momente, wo ich denke,
es wäre gut, wenn er jetzt einfach mal nichts sag."

„Meine Eltern sind ein eingeschworenes Team,
das ich sehr bewundere. Allerdings habe ich sie
dadurch auch nie als einzelne Person
kennen gelernt, was die Schattenseite
ihres Teams für mich darstellt."

„Meine Mutter ist toll. Sie hilft mir beim
Aufräumen und ich liebe es, mit ihr zu kuscheln."

„Ich verstehe mich mit meiner Mutter sehr gut.
Auch wenn wir Reizthemen wie Körpertatoos haben.
Hier kommen wir einfach nicht zusammen.
Sie mag sie einfach nicht und will nicht,
„das ich meinen schönen Körper so entstelle“."

„Meine Mutter vertraut mir und das finde ich
ausgesprochen wichtig, weil auch ich ihr vertraue."

„Ich bin im Krieg groß geworden und da waren meine Eltern
sehr streng. Es war keine Zeit für uns, das Leben wurde an den Herausforderungen des täglichen Lebens ausgerichtet und da
ging es darum, dass wir etwas zu essen hatten. Mein Vater war
im Krieg und meine Mutter war zu uns dreien wie ein Engel."

„Mein Vater war in Gefangenschaft, so dass ich
ihn erst mit 11 Jahren kennen lernen konnte."

„Meine Mutter hatte einen schrecklichen Putzfimmel,
den ich heute bei mir auch entdecke."

„Es war schrecklich, das mein Vater sein
„Beziehungsleben“ nicht in den Griff bekommen hat."

© Maurice Cox

„Meine Eltern haben mich stark in
meinem Ausbildungswunsch unterstützt,
obwohl sie nicht wirklich daran geglaubt haben,
dass meine Ausbildung „Tanz“ etwas für mich ist."