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Faulender Mond
13. & 24. Juni und 02. Juli 2026 ● Essen ● Theater Essen
In „faulender Mond“ stehen zwei Frauen im Mittelpunkt, die in einer Fleischerei arbeiten. Sie streben nach Selbstverwirklichung, finanzieller Sicherheit, Zugehörigkeit und Geborgenheit. Sie beide haben ihre Vergangenheit und wenige Chancen. Die eine war Fahrkartenkontrolleurin, die ihren Job wegen Spielsucht verlor, und die andere eine Frau, die Schauspielerin werden wollte. Die Fleischerei wird für die beiden zur Zuflucht. Während sie Sandwiches belegen, kommen sie sich trotz aller Unterschiede näher und beginnen, sich gegenseitig ihr Leben zu erzählen. Zufluchtsort ist auch der Mond: Für die eine symbolisiert er ihr verlorenes ungeborenes Kind, während die andere sich von ihm erhofft, beim Spielautomaten „Big-Moon-Joker“ endlich das große Geld zu gewinnen. Doch die Fleischerei selbst bleibt nicht der erhoffte sichere Ort. Für wen arbeiten sie eigentlich? Und welche Absichten verfolgen die Besitzer der Fleischerei?
Das Stück beleuchtet Themen wie Klassismus, die Manipulation durch politische Strukturen und die fragilen Hoffnungen der Hauptfiguren. Mit einer Mischung aus Humor und Melancholie erzählt Clerc von den Grenzen der Empathie und der Gefahr, in einer ungerechten Welt in die falschen Arme zu geraten.
Bildunterschrift und /-nachweis:
1. faulender Mond von Anaïs Clerc
Regie: Viviane Prägant
Bühne: Aliki Anagnostakis
Kostüme: Şirin-Luisa Özdin
Dramaturgie: Negar Foroughanfar
Auf dem Bild
(v.l.) Floriane Kleinpaß (Antje), Silvia Weiskopf (Sie)
Foto: Maximilian Borchardt