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14. asphalt Festival
15. Juli bis 02. August 2026 ● Düsseldorf ● Verschiedene Orte Düsseldorfs
Das „Sommerfestival der Künste“ lädt dazu ein, Theater, Tanz, Musik, Literatur und Fotokunst an besonderen Orten der Stadt zu erleben. Das Programm umfasst 28 Produktionen und über 70 Vorstellungen an sechs Spielorten, es sind Künstler:innen und Ensembles aus dem Iran, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Ukraine, den USA, Dänemark, UK, Argentinien, Belgien, der Schweiz und aus vielen Ecken von Deutschland zu Gast. Ab sofort ist das Gesamtprogramm veröffentlicht und der Vorverkauf für sämtliche Events läuft.
Autor:in und Dramaturg:in Sasha Marianna Salzmann eröffnet asphalt 2026 mit einer Festivalrede über die Rolle der Kunst in Kriegszeiten, gefolgt von einem der vielen Höhepunkte des diesjährigen Programms: Florentina Holzinger, die aktuell mit ihrer Arbeit für den österreichischen Pavillon auf der Biennale für Furore sorgt, präsentiert ihre Musical-Horror-Show „A Year without Summer
„Three Times Left is Right“ von Julian Hetzel ist ein satirisch-verstörendes Kammerspiel zur Frage des Umgangs mit rechtem Populismus in der eigenen Familie.
Die aus dem Iran stammende Theatermacherin und Tänzerin Nastaran Razawi Khorasani ergründet in „This is not a dance“, wie iranische Choreograf:innen an der Zensur vorbei weiterhin ihre Kunst ausüben, obwohl im Iran Tanzen seit Beginn der islamischen Revolution 1979 offiziell verboten ist.
Regisseur Thorsten Lensing und sein Kollektiv mit Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg und André Jung thematisieren in „Tanzende Idioten“, wie man mit der eigenen Endlichkeit umgeht, wenn die Zukunft wie Sand durch die Finger rinnt.
asphalt begreift die ganze Stadt als Bühne und findet jedes Jahr neue, besondere, oftmals überraschende Spielorte für Kunst und Kultur. In der diesjährigen Festivalausgabe sind Tanz- und Theaterproduktionen im Düsseldorfer Schauspielhaus zu erleben, Fotokunst und Konzerte im unterirdischen KIT – Kunst im Tunnel, eine Mixed-Reality-Performance sowie Tanz in der Halle 12 auf dem historischen Industriegelände der Alten Farbwerke, Theater im öffentlichen Raum und Open-Air-Konzerte auf der idyllischen Seebühne, die das asphalt-Team jedes Jahr exklusiv für die Dauer des Festivals auf dem Schwanenspiegel zu Wasser lässt.
Das asphalt Festival 2026 präsentiert im KIT mit „Verschwinden (ARCHIV)“ die erste institutionelle Einzelausstellung des Fotokünstlers Laurenz Berges in Düsseldorf. Er dokumentiert in seinen Arbeiten Orte, die verlassen wurden, und deckt die Spuren auf, die Menschen vor ihrem Verschwinden über Jahre hinterlassen haben. In der spannenden Architektur und besonderen Raumakustik des KIT präsentiert asphalt im Zentrum der Ausstellung außergewöhnliche Konzerte, darunter Interpret:innen der zeitgenössischen Musik: Das britische Arditti Quartet, das Streichquartett für Neue Musik, spielt gemeinsam mit der Sopranistin Christina Daletska und die Harfenistin Consuelo Giulianelli im Programm „shy and will is love“ u. a. Werke von Daniel Glaus, Jonathan Harvey und Iannis Xenakis. Tilo Weber, verwebt in einem Konzert mit dem Pulse-Streichquartett Jazz mit Neuer Musik. Vadim Neselovskyi führt gemeinsam mit dem niederländischen Ysaÿe String Trio sein neues Werk „Perseverantia“ auf, eine Suite für Klavier und Streichtrio über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, die Jazz mit zeitgenössischer Kammermusik verbindet.
Seit dem ersten asphalt Festival 2012 gehören Performances im öffentlichen Raum zur Festival-DNA. In der diesjährigen Ausgabe adaptiert die Theatertour „Tage aus Glas“ von Theaterkollektiv Pièrre.Vers und Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen den gleichnamigen Roman von Dorothee Krings, erkundet das Gelände rund um die ehemalige Gerresheimer Glashütte, die einst größte Glashütte Europas war, und schlägt einen Bogen vom Glashüttenstreik 1901 zu aktuellen Fragen von Besitz und dem Wert von Arbeit heute. Die dänische Produktion „Taxi Drivers“ der Theatergruppe fix+foxy nimmt jeweils vier Fahrgäste in einem Taxi mit durch nicht nur vorzeigbare Gegenden von Düsseldorf und konfrontiert sie mit ihrem eigenen Radikalisierungspotenzial und ihrem Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit.
Die malerische Seebühne am Schwanenspiegel ist jedes Jahr ein großer Publikumsmagnet. asphalt 2026 präsentiert in dieser urbanen Oase Konzerte großartiger Künstler:innen, etwa den britischen Jazz- und Soul-Sänger und Pianisten Reuben James, die Leipziger Indie-Folk-Perlen Almost Twins, das Londoner Neo-Soul-Ausnahmetalent anaiis oder die französischen Jazzer OZMA. Auch hochkarätige Lesungen finden auf der Seebühne statt, von Dana von Suffrin „Toxibaby“, Christiane Rösinger „The Joy of Ageing“ und Kaleb Erdmann „Die Ausweichschule“.
Im denkmalgeschützten, ehemaligen Fabrikgebäude Halle 12 baut das Wiener Künstlerkollektiv DARUM einen Parcours auf, durch den sich das Publikum einzeln bewegt und mittels VR-Headset und Controller virtuelle Räume erkundet. Die immersive Performance „Auflösung. Ein virtueller Kontrollverlust“ beleuchtet, was der wachsende Pflegenotstand für unsere Gesellschaft und die Betroffenen bedeutet. Das Kölner Kollektiv Futur3 zeigt mit „Making the Story“ ein dokumentarisches Theaterstück über sogenannte Fixer:innen, die internationale Journalist:innen bei deren Kriegsberichterstattung in der Ukraine unterstützen. Zu Ende geht das asphalt Festival 2026 mit „Simple“ der argentinischen Choreografin Ayelen Parolin.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. asphalt Festival 2026 "Year without Summer" - Florentina Holzinger © Foto: Mayra Wallraff
2. asphalt Festival 2026 "Three Times Left is Right" - Julian Hetzel © Foto: Studio Julian Hetzel
3. asphalt Festival 2026 "Tanzende Idioten" - Thorsten Lensing © Foto: Armin Smailovic
4. asphalt Festival 2026 "Verschwinden ARCHIV" - Laurenz Berges © Foto: Laurenz Berges
5. asphalt Festival 2026 anaiis © Foto: Alex Waespi
6. asphalt Festival 2026 "Aufloesung" - Künstlerkollektiv DARUM © Foto: Mark Surges
7. asphalt Festival 2026 "Making the Story" - futur3 © Foto: Martin Rottenkolber
8. asphalt Festival 2026 "A Year without Summer" - Florentina Holzinger © Foto: Nicole Marianna Wytyczak