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3. Raketenfestival 2026
13. September 2026 ● Neuss ● Raketenstation Hombroich
Die dritte Ausgabe des Hombroich : Raketenfestivals präsentiert erneut vielfältige internationale und aktuelle Formen elektronischer und experimenteller Musik, zusammengestellt von der Künstlerin Miki Yui und dem Musiker Stefan Schneider. Die Klangkunst verbindet sich mit der Natur und der Architektur der Raketenstation zu einem ganzheitlichen sinnlichen Erlebnis. Der Eintritt ist frei.
Auf dem Programm stehen vielfältige Formate: Antonia Alessia Virginia Beeskow beschäftigt sich in ihrem Projekt Tsukumogami etwa mit der japanischen Tradition beseelter Gegenstände, die als Yōkai (Geister) zum Leben erwachen und überträgt die Idee dieser „animated objects“ auf eine Konzertzither, die durch elektrische Impulse und somit scheinbar von Geisterhand bespielt wird. Die Installation ist in Kooperation mit der Kunsthalle Düsseldorf im Rahmen der Projektreihe Kunsthalle unterwegs entstanden.
Rie Nakajima und Pierre Berthet bringen in ihrer Installation u. a. Blechdosen, Spiralfedern, Porzellanschalen, Tischtennisbälle, diverse Pflanzenteile, Knochen und Steine zum Klingen. Der Video-Essay von Gregor Darman wiederum befasst sich mit der indischen Kultur der auf gesampelten Alltagssounds basierenden Competition Music. Der Klangkünstler arbeitet an der Schnittstelle zwischen Pop und experimenteller Musik und verbindet innovative Sounds aus Vergangenheit und Gegenwart zu neuen Ausdrucksformen.
Takako Minekawa wiederum kombiniert in ihrer Performance Objekte wie Glaszylinder und Mikrofone mit ihrer Stimme und einem Synthesizer. Beim Workshop von Ralf Schreiber schließlich können Kinder ab acht Jahren zusammen mit ihren Eltern mechanisch-elektronische Klangapparate bauen. Und zum Ausklang spielt Gunnar Wendel als DJ Residue, auch bekannt unter seinem anderen Alias Kassem Mosse, auf der Fläche vor den Stahlkochern von Anatol Herzfeld.
Alle Programmpunkte setzen sich erneut mit den spezifischen architektonischen wie natürlichen Gegebenheiten des Ortes auseinander. Das Gelände der Raketenstation wird also nicht in eine Festival-Location umgebaut, sondern explizit so genutzt, wie es ist – mit seinen charakteristischen Bauten, seiner urwüchsigen Natur und seiner Geschichte.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. Maria Portugal © Foto: Peter Gannushkin
2. © Foto: Takako Minekawa
3. Valby Vokalgruppe © Foto: Emmanuelle Bayart
4. Charles Hayward © Foto: Lewis Hayward