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7. Hundert Pro Festival

12. September 2026 ● Mülheim an der Ruhr ● Ringlokschuppen 

Die Realität hat sich verhärtet. Klassismus und rassistische Narrative werden offen artikuliert. Das „Stadtbild“ wird als Problem deklariert. Der politische Wind weht schärfer, das gesellschaftliche Klima wird kälter, und das Wort „Wir“ wird öfter benutzt, um Grenzen zu ziehen, statt Türen zu öffnen.

Wir schalten das Grundrauschen für einen Moment aus. Nicht um zu verdrängen oder die Augen vor der Welt zu verschließen. Sondern um sie neu zu träumen. Um in Bilder einzutauchen, die im permanenten Krisenrauschen kaum mehr zu finden sind. Um unseren Anspruch auf ein besseres (Zusammen-)Leben hochzuhalten, während uns Vieles niederdrückt.

Das HundertPro Festival Vol.7 feiert Theater als Ort, an dem neue Bilder entstehen, die nicht nur abbilden, was ist, sondern den Blick wieder dafür öffnen, was sein könnte. Zwischen anarchistischem Puppentheater, hochemotionalem Break-up Rave, cooler Black-Dandy-Ästhetik, grotesken Männlichkeitsbildern und der Dekonstruktion patriarchaler Traditionen zeigt sich auf der Bühne: Gesellschaft ist eine gemachte Welt – genauso wie das Theater: das Ergebnis von Entscheidungen, Vereinbarungen und Machtverhältnissen. Und alles Gemachte kann auch anders gemacht werden. Zumindest für die Dauer eines Festivals. Und wir hoffen: auch für die Zeit danach

ringlokschuppen.ruhr

Bildunterschriften und /-nachweise:

1. I want revenge grandma | Colleen Ndemeh Fitzgerald © Foto: Mayra Wallraff

2. Living the Schatz Life | Schatz & Schatz GbR © Foto: Elisa Draht

3. Suited Armour | Naledi Majola © Foto: Naledi Majola

4. ESCAPE | Nora Varga Vermes © Foto: Jule Lotte Bröcker