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9. Nächte der Lichtkunst
23. Oktober bis 06. November 2026 ● NRW ● Verschiedene Orte NRWs
Die Kulturregion Hellweg setzt ein unübersehbares Zeichen für den erfolgreichen Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen und verbindet ihre historische Identität mit einer mutigen, modernen Vision. Im Zentrum des regionalen Städtenetzwerks HELLWEG – ein LICHTWEG steht die emotionale Transformation geschichtsträchtiger Orte: Einstige Symbole der Industrie- und Alltagsgeschichte wurden durch hochkarätige Lichtkunst zu modernen Lichtlandmarken umgestaltet. Als weithin sichtbare Leuchttürme überführen diese Installationen das Motiv der industriellen Nostalgie in eine progressive, zukunftsorientierte Ausrichtung. Dieses europaweit einzigartige Kunstprojekt schafft nicht nur identitätsstiftende Ankerpunkte für die Menschen vor Ort, sondern verleiht der gesamten Region eine internationale Strahlkraft, die weit über die Landesgrenzen hinaus strahlt.
Bereits Tradition haben die Nächte der Lichtkunst des Netzwerks HELLWEG – ein LICHTWEG, das bereits zum 9. Mal in der dunklen Jahreszeit ein besonderes Programm rund um die Lichtkunst präsentiert. Neben den 51 vorhandenen Lichtkunstwerken im öffentlichen Raum, die den Hellweg von Ahlen bis Fröndenberg und von Lippstadt bis Unna mit Lichtkunst in Szene setzen, gibt es wiederum ein umfangreiches Angebot in den beteiligten Städten.
Das diesjährige Thema ist, Kunst aus den Depots in Kirchen und historischen Gebäuden zu präsentieren, denn viele Lichtkunstwerke lagern in Museen, bei Künstler:innen und in Sammlungen. Durch die Präsentation in Kirchen oder am historischen Wasserturm in Lippstadt werden sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und so wird anders als im Museum die Erfahrung durch den Kontext intensiver und unmittelbarer. Denn die Besucher erleben die Kunst in einem Raum, der bereits emotional und kulturell aufgeladen ist, was die Wirkung verstärkt. Das Konzept eröffnet faszinierende Möglichkeiten, Kunst, Spiritualität und Öffentlichkeit in neuen Bedeutungszusammenhängen zu verbinden. Kirchen sind öffentlich zugänglich und ziehen unterschiedliche Besuchergruppen an, die so mit zeitgenössischer Kunst in Berührung kommen.
Die Lichtkunstwerke wurden von den Kurator:innen so inszeniert, dass sie mit dem Raum in Dialog treten und neue Interpretationen zulassen. Sie schaffen neue Bedeutungszusammenhänge, die sowohl die Wahrnehmung des Raumes als auch die Rezeption der Kunstwerke tiefgreifend verändern. Dabei entstehen vielschichtige Wechselwirkungen zwischen dem historischen Kontext und der zeitgenössischen Kunst, was auch eine entscheidende Rolle bei den 51 Festinstallationen des Kunstweges HELLWEG – ein LICHTWEG spielt.
In Vorträgen und Diskussionsrunden an den jeweiligen Ausstellungsorten werden die damit im Kontext stehenden Themen vertieft.
Gemeinsam mit den 51 Lichtkunstinstallationen im Außenraum, den Installationen der temporären Ausstellung in den Kirchenräumen und am Wasserturm sowie den Festinstallationen des Zentrums für Internationale Lichtkunst in den ehemaligen Brauereigewölbekellern und der Wechselausstellung „LIGHT DIALODUES“ konzentriert sich in der Region eine beispiellose Vielfalt zeitgenössischer Lichtkunst.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. Jan Philip Scheibe, „MÜLL / Herde“ Foto: © Sandra Püttmann
2. Chris Nägele, „Distanz“ Foto: © Chris Nägele
3. Fahrradkirche Fröndenberg Foto: © Sigrun Krauß
4. Volkhard Kempter „LUMINI Matrix“, 2026 Foto: © Volkhard Kempter
5. Chul Hyun Ahn, „Tunnel IV“ Foto: © Frank Vinken
6. Christoph Dahlhausen „Placing Colours and Light, 2024“ Foto: © Christoph Dahlhausen