Hrsg.: Siegfried Weishaupt, Text: Walter Grasskamp, Gestaltung: Saskia Kruse
Ben Willikens
Menschenleere Räume, perspektivisch perfekt konzipiert und zumeist in Graunuancen dargestellt, das ist die Bilderwelt des in Stuttgart lebenden Künstlers Ben Willikens (geb. 1939). In den Bildern scheint die Zeit stillzustehen. Lange beherrschte Grau die Palette, und die subtile Lichtregie der Tiefenperspektive zog Betrachter wie Interpreten an, die hier ein „Theater der Abwesenheit“ vorfanden. Doch Willikens’ Werk ist umfangreicher und vielfältiger, als es die Kataloge der zahlreichen Ausstellungen bisher erkennen ließen, die vorliegende Werkübersicht führt daher erstmals seine ganze Breite vor Augen. Von den Zeichnungen der 1960er-Jahre, den „Anstaltsbildern“ und „Abendmahl“-Gemälden der 1970er-Jahren über die „Gegenräume“ und „ORTE“ bis hin zum Deckenbild „Leipziger Firmament“ von 2014 rekapituliert diese Übersicht in mehr als 250 Abbildungen eine künstlerische Entwicklung, in der Autolacke und Aquarelle, Zeichnungen und Fotografien, Gouachen und Collagen, Acrylfarben und Siebdrucke eine Rolle spielen und seit gut zehn Jahren auch alle Farben.
Gebunden, 352 Seiten
ISBN: 978-3-7757-4296-2 | € 49,80
Verlag: Hatje Cantz
https://www.hatjecantz.de/ben-willikens-7054-0.html