musik // Der Bericht wird durch unsere Kultur- und Anzeigenpartner möglich
György Kurtág & Kafka-Fragmente
01. & 29. Oktober 2026 ● Köln & Bonn ● Stadtgarten Köln & Theater Bonn
Einst als szenische Fassung unter der Regie von Malin Nagel in Hamburg, Mainz und Köln gefeiert, steht das Projekt im Kurtág-Jubiläumsjahr vor einer produktiven Metamorphose: Nachdem der Komponist eine rein szenische Aufführung untersagt hat, sucht das künstlerische Team nach der Essenz des Werks. Wie viel Theatralität steckt in der gespielten Musik selbst? Und wo beginnt die Szene?
Heeschen und Neubert finden darauf eine ebenso konsequente wie einfache Antwort: Sie musizieren das extrem anspruchsvolle Werk weitgehend auswendig. So entsteht unmittelbar ein Spielraum für körperliche Präsenz und spontane Bewegung, in dem Körper, Raum und Klang miteinander interagieren. Malin Nagels dramaturgisches Konzept überführt die surreale Ästhetik der Fragmente nicht in eine festgelegte Bühnenhandlung, sondern schafft einen Raum, in dem das musikalische Material mit seiner eigenen theatralen Wirkung eingebettet wird.
Bildunterschrift und /-nachweis:
1. Kafka Fragmente © Foto: Rebekka ter Braak