let's talk. Sprechen über kUNST

05. September 2026 bis Frühjahr 2029 ● Dortmund ● Museum Ostwall 

Die Ausstellung lädt dazu ein, Kunst als Ausgangspunkt für Austausch und neue Sichtweisen zu entdecken. Der Titel der Präsentation ist dabei Programm: Wir sprechen über Kunst – und über uns. Die Ausstellung zeigt Werke aus der Sammlung, die sich mit Zusammenleben, miteinander Sprechen und miteinander streiten auseinandersetzen. Wie kommen wir trotz unterschiedlicher Lebensrealitäten miteinander ins Gespräch? Und wie können wir in einem Museum Räume für den Austausch öffnen?“

Mit „let’s talk. sprechen über kUNSt“ setzt das Museum Ostwall seine seit 2017 etablierte Reihe thematischer Sammlungspräsentationen fort. Die Ausstellung vereint Werke vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Alle drei Jahre beleuchtet das Museum Ostwall die eigene Sammlung unter wechselnden Gesichtspunkten: Werke verschiedener Epochen, Medien und künstlerischer Positionen treten miteinander in Dialog und eröffnen neue Zusammenhänge. Von expressionistischer Malerei über Fluxus bis hin zu zeitgenössischer Videokunst und Fotografie zeigt die Präsentation die Vielfalt der Sammlung. Erschlossen werden dabei auch Arbeiten, die lange nicht öffentlich zu sehen waren. Die Besucher:innen sind eingeladen, eigene Erfahrungen mitzubringen und Verbindungen zwischen Kunst und ihrem persönlichen Alltag herzustellen.

Auf der fünften Ebene widmet sich „let’s talk. sprechen über kUNSt“ dem Thema Zusammenleben. Künstlerische Arbeiten erzählen von Begegnungen, Beziehungen und Momenten des Austauschs. Ina Webers „Raucherecke“ zeigt einen alltäglichen Ort, an dem Menschen miteinander in Kontakt kommen können. Christian Rohlfs’ „Clowngespräch“ verweist auf freundschaftliche Beziehungen und gemeinsames Erleben. Ketty La Roccas „You You“ macht hingegen Konflikte und Spannungen zwischen Menschen sichtbar.

Auf der zweiten Ebene der Präsentation sind Besucher:innen eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen: über aktuelle gesellschaftliche Debatten und Herausforderungen, auch über politische Konflikte und Krisen.: Werke von Künstler:innen wie Wolf Vostell, Pablo Picasso und Martin Brand über Krieg und Geschichte, Geschlechterrollen, Identität und gesellschaftliche Vorstellungen von Zugehörigkeit regen dazu an in Dialog zu treten. Eine eigens entwickelte Szenografie der Agentur please don’t touch verbindet unterschiedliche Medien und Zeiten miteinander und schafft neue Beziehungen zwischen den Werken.

Auch Individualbesucher:innen können während des Ausstellungsrundgangs aktiv werden: Ein Nachbau des „Sound Chess“ von Takako Saito regt dazu an, eigene Regeln für ein Schachspiel zu entwickeln. Eine Schreibstation lädt dazu ein, Menschen zu schreiben, zu denen die Verbindung abgebrochen ist. Und mit MOKI, der Kunstvermittlungs-KI des Museum Ostwall lassen sich per Telefon Gespräche über ein Gemälde von K. O. Götz führen.

dortmunder-u.de

Bildunterschriften und /-nachweise:

1. Ein Besucher geht durch Wolf Vostells Installation „Thermo-Elektronischer Kaugummi (T.E.K.)“ © Foto: Museum Ostwall / Roland Baege

2. caner teker, KIRKPINAR, 2020/2023. Sammlung Museum Ostwall im Dortmunder U © Foto: Spyros Rennt

3. Joséphine Sagna, being it (2021), Sammlung Museum Ostwall im Dortmunder U

4. Timm Ulrichs, Wolf im Schafspelz – Schaf im Wolfspelz. Ein Verwandlungskunststück, 2005/2010. Sammlung Museum Ostwall im Dortmunder U © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

5. Ina Weber, Raucherecke, 2010. Sammlung Museum Ostwall im Dortmunder U © VG Bild-Kunst, Bonn 2026