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Nie Wieder! Gegen das Vergessen der NS-Verbrechen

10. Oktober 2026 bis 02. Mai 2027 ● Bonn ● Bundeskunsthalle 

In den kommenden Jahren wird es kaum noch Überlebende des Holocaust und andere Opfer des NS-Regimes geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten. Wie sichern wir die Beweise an den Tatorten und schützen die authentischen Zeugnisse im digitalen Zeitalter? Diese Ausstellung stellt zentrale Fragen zu Gedenkarbeit und Erinnerungskultur in den Mittelpunkt und möchte die Arbeit der Gedenkstätten unterstützen, die noch heute Orte der Trauer sind.

Wie steht es aktuell in Deutschland um die Erinnerungskultur in Bezug auf die NS-Verbrechen und welchen Angriffen hat sich das Gedenken zu erwehren? Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle beleuchtet die sich wandelnden Methoden des Gedenkens an die NS-Verbrechen anhand künstlerischer Positionen sowie historischer Zeugnisse und Objekte. Sie untersucht, wie gegen das Vergessen und für das Erinnern gearbeitet und gekämpft werden muss und wird, um die Demokratie zu schützen.

Es gibt viele Methoden, um das Gedenken an die NS-Verbrechen lebendig zu halten: 1. WISSEN: die Notwendigkeit der Fakten- und Wissensvermittlung über das Geschehene, 2. TATORTE: die Tatortsicherung und andauernde forensische Forschung in den Gedenkstätten, 3. DENKMÄLER: die Funktion des Denk- und Mahnmals zur Stärkung der verschiedenen Opfergruppen, 4. GEDÄCHTNIS: das individuelle und familiäre Gedächtnis der Generationen seit 1933 und die Gemeinschaftsleistung, ein kulturelles Gedächtnis zu bewahren, 5. ZUKUNFT: die aktuell relevanten Fragen des digitalen Gedenkens und der Zukunft der Erinnerungskultur. Dabei sollen in allen Kapiteln der Ausstellung auch Methoden des „Vergessen-Machens“ deutlich werden, die heute dem Gedenken entgegenstehen.

bundeskunsthalle.de

Bildunterschriften und /-nachweise:

1. Christian Boltanski, Menschlich, 1994 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Marek Kruszewski

2. Interaktives digitales Zeitzeugnis der Holocaust-Überlebenden Eva Umlauf, Projekt „Lernen mit digitalen Zeugnissen“ (LediZ), Ludwig-Maximilians-Universität München © Bright White Ltd.

3. Raffael Rheinsberg, Hand und Fuß, 1980, Foto: Annette Kradisch © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Neues Museum Nürnberg

4. Edith Bán Kiss, Appel! aus dem Album Déportation, 1945, © Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/Havel