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Niki de Saint Phalle – Dream Machine

10. September 2026 bis 07. Februar 2027 ● Düsseldorf ● Kunstpalast 

Sie fragte nicht um Erlaubnis, sondern nahm sich, was Männer selbstverständlich besaßen: Einfluss und Macht, nicht nur in der Kunst, auch in der Öffentlichkeit. So unterlief Niki de Saint Phalle seit ihren ersten Aktionen gesellschaftliche Erwartungen und sprengte Grenzen. In einer groß angelegten Ausstellung rückt der Kunstpalast nun Ihre künstlerische Selbstbehauptung inmitten einer männlich dominierten Kunstszene in den Mittelpunkt.

Durch vier Jahrzehnte hindurch wird ihr Kampf gegen Strukturen beleuchtet, die die Selbstbestimmung von Frauen verhindern, insbesondere die über ihren eigenen Körper. Gezeigt werden ihre berühmten Schießbilder, Frauenfiguren, Happenings und Filme sowie Modelle von Großplastiken im Landschaftsraum. Ihr künstlerisches Umfeld und Zusammenarbeiten mit Jean Tinguely oder Robert Rauschenberg werden ebenso betrachtet wie ihr Zeitgenossinnen gegenübergestellt werden, darunter Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow.

Niki de Saint Phalles gesellschaftliche Sprengkraft und ihre gleichzeitige Sehnsucht nach Harmonisierung ließ ein ambivalentes Werk entstehen, das die französisch-amerikanische Künstlerin schon zu Lebzeiten berühmt machte und das bis heute weiter an Aktualität gewinnt.

kunstpalast.de

Bildunterschriften und /-nachweise:

1. Niki de Saint Phalle, Ahriman et Lucifer attaquent, 1962, Sprengel Museum Hannover © Niki Charitable Art Foundation VG Bild-Kunst, Bonn

2. Niki de Saint Phalle, La tempérance, Modell für „Jardin des tarots“, 1985, Foto Herling, Herling, Werner, Sprengel Museum Hannover © Niki Charitable Art Foundation VG Bild-Kunst, Bonn

3. Niki de Saint Phalle, Tir séance, 26 juin 1961, 1961, MAMAC © Niki Charitable Art Foundation VG Bild-Kunst, Bonn

4. I am the Nana Dream House, 1967, Druck, © Niki Charitable Art Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2025