theater // Der Bericht wird durch unsere Kultur- und Anzeigenpartner möglich
Paradies-Acker
05. & 26. März 2026 ● Düsseldorf ● Dhaus
Im Rahmen einer Arbeitsmaßnahme soll Cennet das Fitnessstudio »Dog Pound« putzen. Dabei wird sie von einer mysteriösen Nachtwächterin observiert, die ihr immer übergriffigere Fragen und Aufgaben stellt. Cennets Fassade beginnt zu bröckeln. Dahinter drohen komplizierte Erfahrungen und dunkle Gefühle zum Vorschein zu kommen, die Cennet unterdrückt hat.
Cennets Kinder sind erwachsen. Sie nabeln sich von ihr ab und treffen Entscheidungen, mit denen sie schwer zu kämpfen hat. Dabei müsste Cennet ihre Kinder verstehen, denn einst verließ auch sie ihre Heimat und ihre Mutter auf der Suche nach einem Neuanfang. Sie fand in Deutschland neue Freiheiten, aber auch neue Hürden. In einer von Rassismus und Misogynie durchzogenen Gesellschaft konzentrierte sie sich auf den bestmöglichen Lebensinhalt, der ihr blieb: das Muttersein. In den Erfolgen ihrer Kinder glaubte sie ihr eigenes Lebensglück finden zu können. Doch ohne ihre Kinder, insbesondere ihre Tochter Devin, droht dieses Glück nun abhanden zu kommen. Wer sie ohne ihre Kinder ist, weiß Cennet nicht.
Regisseurin Magdalena Heffner wagt einen Blick auf komplizierte familiäre Beziehungen und inszeniert diese queer-feministische Liebeserklärung, in der Cennet zu einer Figur wird, die über die individuelle Biografie hinauswächst, den Kern des gesellschaftlichen Frauenbildes berührt und die Grenzen aufzeigt, welche das Patriarchat Frauen setzt.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. "Paradies-Acker" von Duygu Ağal, auf dem Bild: Özlenim Meier, Blanka Winkler © Foto: Melanie Zanin
2. "Paradies-Acker" von Duygu Ağal, auf dem Bild: Özlenim Meier © Foto: Melanie Zanin
3. "Paradies-Acker" von Duygu Ağal, auf dem Bild: Blanka Winkler © Foto: Melanie Zanin
4. "Paradies-Acker" von Duygu Ağal, auf dem Bild: Özlenim Meier, Blanka Winkler © Foto: Sandra Then