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RADAR: Swinda Oelke – Ray Optics
Bis 20. September 2026 ● Münster ● Westfälischer Kunstverein
Die Ausbreitung von Licht wird meist mit dem Bild eines Strahls assoziiert; einem geradlinigen Verlauf, der sich nur in Wechselwirkung mit Materie verändert. Um diesen zu brechen oder zu bündeln, können diverse optische Werkzeuge eingesetzt werden. So werden in Beamern vor allem Konvexlinsen (Sammellinsen) verbaut, um die Projektion eines digital eingespielten Bildes auf eine Fläche zu ermöglichen. Ausgehend von einer langjährigen Auseinandersetzung mit der technischen Konstruktion und ihren Möglichkeiten, befasst sich Swinda Oelke in ihrer künstlerischen Arbeit eingehend mit Verfahren der Lichtbildprojektion. In ihren Videoskulpturen treten nicht nur die Beamer in den Fokus, sondern auch die Infrastruktur des Ausstellungsortes selbst. Dabei legt sie die komplexe Funktionsweise der Projektoren offen, während die physischen Eigenschaften der Umgebung durch die Videoprojektionen abgetastet werden.
In ihrem RADAR-Projekt Ray Optics bezieht sich Swinda Oelke auf das physikalische Teilgebiet der Strahlenoptik (geometrischen Optik), das sowohl dem Aufbau von Lichtbildprojektoren als auch der Methode des Laserscannings zugrunde liegt. In einer ortsspezifischen Installation nimmt Ray Optics nun die Vermessung und Strukturierung geschlossener wie öffentlicher Räume in den Blick.
Bildunterschrift und /-nachweis:
1. RADAR: Swinda Oelke "Ray Optics"