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Tag der Architektur 2026
27. & 28. Juni 2026 ● NRW ● Verschiedene Orte NRWs
Am Tag der Archtiektur öffnen in Nordrhein-Westfalen 141 Wohnhäuser, Quartiere, Gärten und Grünanlagen in 76 Städten und Gemeinden ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Die Bandbreite reicht in diesem Jahr von Wohnungen in einer umgebauten Scheune bis zum universitären Forschungszentrum, vom neuen Wohnkomplex auf einer ehemaligen Brachfläche bis zum Campus für Digitalisierung, KI und Innovation.
In Nordrhein-Westfalen findet der „Tag der Architektur“ bereits zum 31. Mal statt. Seit 1996 nutzen alljährlich viele Tausend Architekturfans und Bauinteressierte das Event am letzten Juni-Wochenende, um gestalterische Trends, intelligente Planungsansätze und technische Entwicklungen rund ums Bauen und Wohnen kennenzulernen – und mit den Planenden über Ideen und Konzepte ins Gespräch zu kommen.
Der Tag der Architektur spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet haben: Nachhaltigkeit bleibt das zentrale Thema beim Bauen – was dazu führt, dass zahlreiche Umnutzungen, Sanierungen und Weiterentwicklungen im Bestand gezeigt werden. Ein eindrucksvolles Beispiel für nachhaltige Revitalisierung ist das LYGHT, ein zwölfgeschossiges Bürohochhaus im Düsseldorfer Norden, das vom Kölner Büro caspar.schmitzmorkramer nach Green-Building-Kriterien neu konzipiert wurde.
Auch der Trend „Von der Stadt aufs Land“ zeigt sich in der wachsenden Zahl teilnehmender Projekte im ländlichen Raum. Das „Atelier für Architekturfotografie“ von HG Esch in Hennef steht beispielhaft dafür, wie regionaltypische Bauweisen aufgegriffen werden – und so die regionale Baukultur stärken können.
Auffallend präsent sind in NRW in diesem Jahr zudem Bildungsbauten – etwa das Forschungsgebäude Caledo an der TU Dortmund sowie mehrere Schulgebäude. Umnutzungen von Kirchen sind ebenfalls in verschiedenen Kommunen zu sehen: Beim Projekt „Thomas Morus“ in Leverkusen wandelte das Büro Kollbach Bansi Architekten die denkmalgeschützte ehemalige Thomas Morus-Kirche mit viel Feingefühl in eine soziale Wohneinrichtung mit 15 Apartments für ehemals wohnungslose Menschen um.
Aktuelle Ansätze zur Klimaresilienz zeigen insbesondere die Projekte der Landschaftsarchitektur – von Gartengestaltungen über Quartiersbegrünungen bis zu städtischen Grünzonen. Der im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027 realisierte Klimagarten in Schwerte mit dem „gebauten Experiment“ eines Klimapavillons verfolgt zudem einen didaktischen Anspruch: Das Konzept setzt auf Umweltbildung durch niederschwellige, praktische Erfahrbarkeit klimarelevanter Themen.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. Klimapavillon, Schwerte
Architektur: New GbR Architekten BDA / Jutta Albus Architektur BDA, Köln © Foto: Thilo Rohländer
2. Thomas Morus - Soziales Wohnen mit Quartierstreff, Leverkusen
Architektur: Kollbach Bansi Architekten PartmbB, Leverkusen © Foto: Kollbach Bansi Architekten
3. „Vom Ziegel zum Licht“, Münster
Architektur: Andreas Schüring Architekten BDA, Münster © Foto: Andreas Schüring Architekten BDA
4. Umbau der Kirche St. Nikolaus zur Geschäftsstelle der WBGW, Bochum
Architektur: JK Kotulla Architekten Partnerschaft mbB, Münster © Foto: Sven Kotulla