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War Diaries
25. & 26. März 2026 ● Köln ● Schauspiel Köln
Was bedeutet Krieg im intimen Raum der Familie? „War Diaries“ von Nadia Migdal und Uri Fahndrich spürt diesem Thema nach.
Uris Einberufung als Reservist am 7. Oktober 2023 und sein Einsatz in Gaza, wo er als Kommandeur von 80 Soldaten mit schwierigen Entscheidungen ringt, trennt die Familie brutal und bringt Nadia in Tel Aviv unter Raketenbeschuss in die Rolle einer alleinerziehenden Mutter, deren Alltag von der Angst um das Leben ihres Partners geprägt ist. Ab Kriegsbeginn schreiben Uri und Nadia täglich Tagebuch. So entsteht ein dichtes Zeugnis des Kriegsalltags – der Soldat an der Front, die Frau zu Hause mit dem neugeborenen Kind.
Sie schreiben, um zu dokumentieren, zu erinnern und zu verarbeiten. Sie filmen, machen Tonaufnahmen in Gaza und in Tel Aviv. Wir versuchen einen Blick auf diesen tödlichen Konflikt, indem wir unsere persönlichsten Zeugnisse dieser Zeit teilen. Diese Tagebücher sind ein Dokument einer Zeit, in der drei Menschen – ein Kind, eine Mutter, ein Soldat – so eng wie noch nie miteinander verbunden waren, obwohl noch nie so weit voneinander entfernt.
Erzählt aus dem Inneren einer Familie, eröffnet „War Diaries“ einen unmittelbaren Blick auf einen Konflikt, der die Welt bewegt. Packend und verstörend erzählt, zeigt die Inszenierung eine neue, zutiefst menschliche Perspektive, jenseits der ideologisch aufgeheizten Debatten.
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. WAR DIARIES – Nadia Migda © Ralf Puder
2. WAR DIARIES © Nadia Migdal
3. WAR DIARIES – Uri Fahndrich, Nadia Migda © Nana Franck