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Yayoi Kusama
14. März bis 02. August 2026 ● Köln ● Museum Ludwig
Im Jahr 2026 widmet das Museum Ludwig in Köln anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama eine große Ausstellung.
Kusama zählt zu den bekanntesten Künstler:innen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre Kürbisskulpturen und ihre verspiegelten Infinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den Sozialen Medien auf. Die Ausstellung nimmt die Besucher:innen mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, und durch eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur.
In der Kölner Station der Ausstellung werden einige große installative Arbeiten gezeigt, wie Kusamas erste, 1963 entstandene Installation Aggregation: One Thousand Boats Show, das Environment I’m Here but Nothing ein in Schwarzlicht getauchter Wohnraum mit zahllosen fluoreszierenden Klebepunkten und die imposanten bunt bemalten Bronze-Blumen Flowers, die auf der Dachterrasse des Museum Ludwig installiert werden.
Eine neue, eigens für die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room wird den größten Saal des Museums füllen.
Im Zentrum von Kusamas Werk stehen die Natur in ihrem ständigen Wandel, Werden und Vergehen sowie die Unendlichkeit des Universums, in der alles Existierende sich letztlich auflöst. Die Punktemuster (Polka Dots), mit denen die Künstlerin Gegenstände und Menschen überzieht, sind ebenso Ausdruck dieser Weltsicht wie ihre Unendlichkeits-Spiegelräume.
Erlebnisse ihrer Kindheit, darunter Halluzinationen, in denen sie den eigenen Körper und die Umgebung von Punkten, Blüten und anderen Wiederholungsmustern überwuchert wahrnahm, durchziehen Kusamas gesamtes Schaffen. Fragilität und Auslöschung sind gleichermaßen Teil dieser Erfahrungen wie die Teilhabe und Verschmelzung mit einem großen Ganzen. Ihre Kunst ist für Kusama Lebensnotwendigkeit, jedes ihrer Werke auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst.
Nach Kindheit und Jugend im ländlichen, patriarchalisch geprägten Japan der Nachkriegszeit entflieht Kusama der Enge und geht in den 1960er Jahren ins New York der Flower Power-Bewegung und des Vietnamkriegs; dort bezieht sie politisch Stellung und macht Schlagzeilen mit provokanten Happenings. 1973 kehrt Kusama nach Japan zurück und verarbeitet ihre existentiellen Ängste in oft schonungslosen Romanen und Gedichten. In ihrem kraftvollen Alterswerk erschafft sie wiederum lebensvolle und farbenprächtige Bilderzyklen.
Ihren roten Faden beschreibt Kusama, wenn sie sagt: „In meinen mehr als siebzig Jahren als Künstlerin habe ich immer Ehrfurcht vor dem Wunder des Lebens gehabt. Mehr als alles andere hat mich dieser starke Sinn für die Lebenskraft im künstlerischen Ausdruck unterstützt und mir Kraft gegeben, Gefühle von Depression, Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit zu überwinden. Ich habe mich von meinem Glauben an diese Kraft leiten lassen.“
Bildunterschriften und /-nachweise:
1. Yayoi Kusama "lnfinity Mirrored Room-The Hope of the Polka Dots Buried in lnfinity Will Eternally Cover the Universe" 2025, Detail
Mixed media, Maße variabel Sammlung der Künstlerin © YAYOI KUSAMA Courtesy of Ota Fine Arts
2. Yayoi Kusama "The Heart Buried in a Flower Garden" 2009 Acryl auf Leinwand 194 x 194 cm Sammlung der Künstlerin © YAYOI KUSAMA Courtesy of Ota Fine Arts
3. Yayoi Kusama inmitten ihrer Installation Narcissus Garden auf der 33. Biennale von Venedig, 1966 © YAYOI KUSAMA
4. Yayoi Kusama "Accumulation of the Corpses (Prisoner Surrounded by the Curtain of Depersonalization)" 1950 Öl und Emailfarbe auf Saatgutsack, 72,3 x 91,5 cm, The National Museum of Modern Art, Tokio © YAYOI KUSAMA
5. Yayoi Kusama "Atomic Bomb" 1954 Gouache, Tusche und Pastell auf Papier 25 x 17,6 cm Matsumoto City Museum of Art © YAYOI KUSAMA
6. Yayoi Kusama in der Installation Aggregation: One Thousand Boats Show (1963), Gertrude Stein Gallery, New York, 1963 Fotografiert von Rudy Burckhardt © VG Bild-Kunst, Bonn 2025/Prolitteris, Zürich
7. Yayoi Kusama "Airship to the Cosmos" 1987 Acryl auf Leinwand 45,5 x 38 cm Sammlung der Künstlerin © YAYOI KUSAMA