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Zu den Sternen! Weltraum und Weltflucht seit der Moderne

10. Juli 2026 bis 10. Januar 2027 ● Remagen ● Arp Museum 

Seit jeher dient der Weltraum als mächtige Projektionsfläche für Sehnsüchte und Utopien – angesichts globaler Krisen hält er immer noch die Vision einer alternativen Existenz bereit. Apokalyptisches Erwachen und exzentrischer Grenzverlust werden mit rund 100 Werken von der Moderne bis zur Gegenwart beleuchtet. Der Blick in den Weltraum offenbart kosmische Träume und wird zu einer Reflexion über unsere Gegenwart und Zukunft.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schien der Weltuntergang nahe. Der Halleysche Komet und dessen befürchtete Kollision mit der Erde weckten Ängste und Sehnsüchte. Eine angesichts von Technisierung und Rationalisierung blühende Projektion des Irdischen ins All vervielfachte sich in den Künsten. In der Theorie war es denkbar geworden, den Weltraum zu bereisen, das Wissen um die Astronomie hatte sich potenziert.

Seit den 1980er-Jahren nehmen die kritischen Stimmen an den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Raumfahrt merklich zu. Den Hoffnungen, alternatives Leben auf einem Ersatzplaneten zu finden oder dies zu ermöglichen, steht ein zunehmender Kulturpessimismus entgegen. Die Erkenntnis der Endlichkeit unserer lebenswichtigen Ressourcen angesichts menschlicher Hybris und unseres Fehlverhaltens führt auch in der Kunst zu neuen Diskursen.

arpmuseum.org

Bildunterschriften und /-nachweise:

1. Yael Bartana, Farewell (Filmstill), 2024, Courtesy of Annet Gelink Gallery, Amsterdam; Sommer Contemporary Art, Tel Aviv; Galleria Raffaella Cortese, Milan; Petzel Gallery, New York; Capitain Petzel, Berlin, Cecilia Hillström Gallery, Stockholm and Galeri

2. Joan Miró, Ohne Titel/Figure abstraite sur fond bleu, 1926, Kunstmuseum Bonn, Leihgabe der Prof. Dr. Wilfried und Gisela Fitting Stiftung, Foto: David Ertl, © VG Bild-Kunst Bonn, 2026

3. Alexander Rodtschenko, Hanging Spatial Construction No. 9, Circle in Circle (From the second series of spatial constructions on the principles of equal forms called „Surfaces Reflecting Light“), 1920/21, Rekonstruktion, 1993, Courtesy Galerie Gmurzynska

4. Sylvie Fleury, First Spaceship on Venus (17 C), 1999, Courtesy Mehdi Chouakri, Berlin, Foto: Stefan Altenburger Photography, Zürich