ausstellung | wolfsburg

Barbara Kasten

 

bis 08. November 2020

 

Nachdem sich die US-amerikanische Künstlerin Barbara Kasten (*1936, Chicago) bereits in den 1960er-Jahren mit Ideen des Bauhauses, mit Textilskulpturen und alternativen Fototechniken befasst hat, ist ihr zentrales Anliegen, das Medium Fotografie in ein malerisches Konzept zu überführen. Wichtigste Medien sind für sie dabei Licht und Schatten. So werden innerhalb ihrer Serie „Constructs“ Alltagsmaterialien inszeniert und durch die farbige Ausleuchtung ihrer Alltäglichkeit enthoben. Für ihre Fotografie-Serie „Architectural Sites“ baut sie für real existierende Gebäude wie das World Financial Center oder das Whitney Museum of American Art vor Ort eine Art Bühne, um die Architekturen mithilfe von Spiegeln und surrealem Licht in Szene zu setzen. Das Ergebnis sind großformatige, nahezu abstrakte, intensiv buntfarbige Fotografien, in denen Illusion und Realität miteinander verschmelzen. Und ihre neuen Arbeiten werden dreidimensional: Durch die Integration realer Objekte in ihre Fotografien bekommen diese eine reliefartige Oberfläche. Ebenfalls in den letzten Jahren sind auch konstruktivistische Videoarbeiten entstanden, deren großformatige Projektionen eine räumliche Illusion hervorrufen.

 

Die Schau präsentiert erstmalig in Europa einen umfassenden musealen Überblick – von frühen Skulpturen und Fotogrammen über ihre konstruktivistischen Fotografien bis hin zu neuesten installativen Videoarbeiten.

 

www.kunstmuseum.de

  • Barbara Kasten SIDEWAYS/CORNER 2016 Video (digital) Maße variabel © Barbara Kasten, Courtesy die Künstlerin und Kadel Willborn, Düsseldorf
  • Barbara Kasten PROGRESSION ONE 2017 Digital Chromogenic Print, fluoreszierendes Plexiglas 91,5 x 91,5 x 14,29 cm © Barbara Kasten, Courtesy the Artist and Bortolami Gallery, New York
  • Barbara Kasten STUDIO CONSTRUCT 8 2007 Archival Pigment Print 127 x 101,6 cm © Barbara Kasten, Courtesy die Künstlerin und Kadel Willborn, Düsseldorf
  • Blick in die Ausstellung Barbara Kasten. Works im Kunstmuseum Wolfsburg Foto: Marek Kruszewski