ausstellung | oberhausen

BRITISH POP ART

 

bis 12. Mai 2019

 

Dem Kunstkritiker Lawrence Alloway, der 1956 mit „This is tomorrow“ in der Whitechapel Gallery in London eine wegweisende Ausstellung zum Thema umgesetzt hat, wird die Bezeichnung Pop Art zugeschrieben. Doch schon früher entstehen die verstörenden Collagen von Eduardo Paolozzi aus seiner Serie BUNK! Paolozzi und Richard Hamilton stehen hier als Begründer der Pop Art.

Die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen geht bei ihrer Präsentation von den umfangreichen Beständen der Sammlung Heinz Beck aus, die im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum bewahrt werden. Beck hat ein dichtes Konvolut an Werken zusammengetragen, die sich insbesondere mit der Frage von Massenkultur und „Kunst für Alle“ verbinden lassen.

Zur Stilrichtung gehören nicht nur Inhalte aus dem Alltag und die neue Kunstwürdigkeit von bisher als banal angesehenen Themen. Es gehört auch eine Demokratisierung dazu, die Meisterwerke massenhaft entstehen lässt. Druckgrafik, Auflagenkunst und Multiples werden von allen Künstlern hergestellt. So sind in der Ausstellung neben Eduardo Paolozzi und Richard Hamilton als Pionieren der Pop Art ebenfalls Vertreter der mittleren und jüngeren Generation vertreten wie Derek Boshier, Patrick Caulfield, Ian Colverson, Allen Jones oder R. B. Kitaj. Auch Sonderpositionen wie die Arbeiten von David Hockney oder die fotorealistischen Schrottwagen von John Salt finden Beachtung. Durch die aufgenommenen Positionen werden Künstlerfreundschaften und -zusammenhänge deutlich.

Dem Sonderphänomen der Beziehung und Wechselwirkung von Kunst und Musik geht die Schau in einem eigenen Raum nach. Hier wird den Coverdesigns von Peter Blake und Richard Hamilton besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Erstmals entwickelt die LUDWIGGALERIE einen Sound-Walk speziell für diese Ausstellung. So wird ein ganz neues Erleben der Kunstwerke und ein hörbares Eintauchen in die Zeit ermöglicht.

 

www.ludwiggalerie.de

  • John Salt, Crashed Bonneville, 1972 © John Salt
  • Patrick Caulfield, Sweet Bowl, 1967 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
  • Gerald Laing, Sandra, 1968 © 2019 The Estate of Gerald Laing