ausstellung | bonn

Ein Künstlerpaar der Moderne


bis 24. März 2019

 

Emil Maetzel (1877–1955) und Dorothea Maetzel-Johannsen (1886–1930) sind wichtige Vertreter der künstlerischen Avantgarde in Hamburg, als in den ersten Jahren der Weimarer Republik ein Ruck der Erneuerung durch die deutsche Gesellschaft geht. Die Stadt erlebt 1919 mit Gründung der Hamburgischen Sezession eine zweite wichtige Phase des Expressionismus, an der das Malerpaar Maetzel einen entscheidenden Anteil hat.

 

In die Jahre von 1919 bis 1923 fallen auch die ersten Hamburger Künstlerfeste, die ein Feuerwerk rasanter Revuen von Tänzern, Sängern, Schauspielern abbrennen und als Ventil eines freizügigeren Miteinanders fungieren. Hier treffen sich bei den Feierlichkeiten Bürgertum und künstlerische Bohème. Die immer wieder exotischen Ausstattungen und Kostüme unterliegen der Fantasie der Künstler, unter denen Emil Maetzel als Maler herausragt. Die Freiheit der Kunst findet in der Befreiung des Lebens aus tradierten Moralvorstellungen ihren kongenialen Ausdruck.

 

Mit über 150 Gemälden, Plastiken, grafischen Arbeiten und Fotoaufnahmen ermöglicht die vom Kunstmuseum Stade erarbeitete und erstmals gezeigte Ausstellung den bislang umfassendsten Einblick in das Werk des Künstlerpaares und in ein besonderes Kapitel des Hamburger Expressionismus.

    

www.august-macke-haus.de

  • Dorothea Maetzel-Johannsen, Zwei weibliche Akte, 1924, Öl auf Holz, 48 x 64 cm, Sammlung Tobeler (Foto: Michael Hensel)
  • Emil Maetzel, Porträt Dorothea Maetzel-Johannsen, 1915, Holzschnitt, 48,5 x 35 cm, Sammlung Tobeler (Foto: Michael Hensel)