ausstellung | leverkusen

Sigmar Polke


bis 8. April 2018

 

... als Alchimisten der Dunkelkammer und nebenher auch als Chronisten der rheinischen Kunstszene. Polkes Apparate, sei es die Foto- oder die 16-mm-Filmkamera, sind in den 1970er-Jahren immer dabei. Der Künstler ist stets auf der Suche, auf der Jagd nach flüchtigen Erscheinungen. Polkes Aufnahmen waren oftmals bewusst „unsachgemäß“ geschossen, unscharf oder überbelichtet. Dieses „anarchische“ Material dient ihm dann als Grundlage vielfältiger Manipulationen im Labor. Dort entwickelt er die Fotos durch Mehrfachbelichtung, Umkehreffekte, Überblendungen oder Solarisation weiter, wobei immer auch im Prozess zufällig auftretende Erscheinungen willkommen sind. Es entstehen Bilder, die das Alltägliche humorvoll brechen und dem Trivialen eine geheimnisvolle Aura verleihen.

 

In der Ausstellung werden im Dialog mit den Fotografien einige Filme, Gemälde und Editionen aus der Zeit präsentiert. Sie lassen erkennen, wie eng Polke die Medien miteinander verknüpfte und wie seine fotografischen und filmischen Erkundungen sein Gesamtwerk inspirierten.

 

www.museum-morsbroich.de

 

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Sigmar Polke, ohne Titel, 70 – 80, Fotografie,

Georg Polke; © The Estate of Sigmar Polke, Georg Polke, VG Bild-Kunst, Bonn 2018

 

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Sigmar Polke, ohne Titel, 70 – 80, Fotografie,

Georg Polke; © The Estate of Sigmar Polke, Georg Polke, VG Bild-Kunst, Bonn 2018