Ulrike Anna Bleier

Bushaltestelle

 

Für ihre Mutter ist die Geburt traumatisch, sie kann die Tochter nicht annehmen und ignoriert sie fortan. Zu allem Überfluss ist Elke rothaarig wie ihr Vater, den die Mutter eher aus Verzweiflung denn aus Liebe geheiratet hat. Als Elkes kleiner Bruder geboren wird, konzentriert sich die Fürsorge der Mutter ganz auf ihn.

Elke leidet still unter ihrer Unsichtbarkeit und verschwindet eines Tages. Den inneren Dialog mit der Mutter setzt sie zeit ihres Lebens fort. Die Lebenswege von Elke und ihrer Mutter werden im betagten Alter dann aber wieder miteinander verknüpft.

Der Text der Kölner Autorin macht sichtbar, wie sehr die Geschichte unserer Familie in uns eingeschrieben ist. „Bushaltestelle“ ist kein Buch über Helden. Es ist ein Buch über Menschen, die ein Leben lang darauf warten, gesehen zu werden.

 

Broschur, 224 Seiten

ISBN: 978-3-941306-76-9 | € 17,90

Verlag: edition lichtung

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