ausstellung | neuss

Begegnungen


bis 01. März 2020

 

Unter dem Begriff „Begegnungen“ wird meist ein Zusammentreffen zweier oder mehrerer Menschen verstanden. Was aber geschieht, wenn sich zwei Kunstwerke aus ganz unterschiedlichen Kontexten begegnen? Kunstwerke transportieren vielschichtige Informationen – mal offensichtlich, mal versteckt. In der Ausstellung kann der Besucher anhand von 40 Paaren die innere Verbindung zwischen den Werken entdecken. Um einen visuellen Dialog mit einer breiten Themenvielfalt anzustoßen, setzen sich die Paare aus je einem Objekt aus dem Museumsbestand und aus einem Objekt der russisch-jüdischen Privatsammlung Rubinstein-Horowitz zusammen. So werden zwei Stillleben aus unterschiedlichen Jahrhunderten zum Spiegel für die jeweilige gesellschaftliche Situation und die berühmte Darstellung des Ikarus aus dem Künstlerbuch „Jazz“ von Henri Matisse verbindet das Element von Rhythmus und Bewegung mit dem Motiv des tanzenden Harlekins auf dem Aquarell von Sergei Jutkewitsch.

 

Gezielte Impulse, Denkanstöße und Interaktion laden die Besucher ein, den Exponaten auf eine individuelle Weise zu begegnen. Dabei geht es vor allem um die Aktivierung des persönlichen Betrachtens. Ein konkret formulierter „Impuls“ aus digitalen wie analogen Formaten soll dabei die Objekte aus dem 15. bis 20. Jahrhundert in einen aktuellen Bezug zur Gegenwart setzen. Möglich wurde diese Ausstellung durch die enge Zusammenarbeit mit der Sammlerin Tanya Rubinstein-Horowitz.

     

www.clemens-sels-museum-neuss.de

  • Olga Rosanowa Stilleben 1915, Öl auf Leinwand, Sammlung Rubinstein-Horowitz Foto: Carsten Gliese, Köln
  • Heinrich Nauen Rhododendronblüte in gelber Vase um 1919, Öl auf Leinwand, Clemens Sels Museum Neuss Foto: Walter Klein, Düsseldorf
  • Sergei Sudeikin Zwei Frauen o. J., Pastell, Gouache und Bleistift auf Karton, Sammlung Rubinstein-Horowitz Foto: Carsten Gliese, Köln